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27.04.1990 - 

Pharma-Unternehmen installierte erste Stufe von Hypertape als

Back-up-Problemlösungen in heterogener Systemlandschaft

Durch das Ineinandergreifen von DV-Lösungen erhöht sich das Risiko von Systemausfällen. Hier einen Riegel vorzuschieben, ist Aufgabe eines zentralen Back-up.

Das in diesem Artikel beschriebene Pharma-Unternehmen bewerkstelligt die Datensicherung in einer heterogenen DVWelt inzwischen mit Hypertape.

Die Sicherung vorhandener Datenbestände und deren Rückgewinnung ist ein fester Bestandteil der Prozeduren von Systemverantwortlichen. In der Regel werden die Daten am lokalen System auf angeschlossenen Bandeinheiten gesichert. Bei geringen Filemengen ist diese Sicherungsmethode sinnvoll: Es finden sich immer Zeiträume, in denen das System für die Benutzer abkömmlich ist und bei Bedarf neue Bänder montiert werden können.

Bei einem Ausfall kann auf dem letzten Stand aufgesetzt werden, die restlichen, nichtgesicherten Daten werden noch einmal eingegeben. Der Schaden hält sich innerhalb einer Abteilung in Grenzen.

Diese in der Vergangenheit oft praktizierte Lösung hat zwei wesentliche Schwachstellen:

1. Werden die Datenmengen größer, können sich organisatorische Probleme ergeben. Es steht während der normalen Arbeitszeit kein genügend großes Zeitfenster mehr zur Verfügung, um die gewünschte Datenmenge zu sichern. Eine automatisierte Datensicherung außerhalb der Arbeitszeit scheitert daran, daß die Montage von Folgebändern manuell vorgenommen werden muß.

2. Die Verzahnung von abteilungsbezogenen DV-Lösungen in unternehmensweite Informationsflüsse potenziert die früher begrenzten Ausfälle durch unzureichende Sicherungskonzepte, da sie jetzt nicht nur die Arbeit einer Abteilung behindern. Die Störung wirkt sich auf übergreifende Informationsmechanismen aus.

Das erste Problem kann relativ einfach durch die Erweiterung von Rechnerleistung und die Anschaffung von robotergesteuerten Kassettenstationen bewältigt werden. In der Praxis ist diese Lösung aber nur für Abteilungen mit entsprechend großem DV-Budget realisierbar.

Das zweite Problem ist nur durch ein abteilungsübergreifendes, unternehmensweites Daten-Sicherungskonzept zu bewältigen. Das bedeutet aber mehr als lediglich festzulegen, welche Daten für das gesamte Unternehmen wichtig sind und wann sie gesichert werden müssen. Auch hier müssen die entsprechenden technischen und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Während im ersten Fall in der Regel eine einheitliche Rechnerwelt vorhanden ist, muß bei der unternehmensweiten Lösung noch berücksichtigt werden, daß in den Abteilungen die für die jeweilige Aufgabe optimierten Rechnersysteme von unterschiedlichen Herstellern installiert sind. Diese können zwar meistens über definierte Standards miteinander kommunizieren. Doch die Kommunikationsgeschwindigkeit reicht für ein umfassendes Sicherungskonzept nicht aus.

Ein Datensicherungskonzept muß also folgende Bedingungen erfüllen:

- Wegen des unternehmensweiten Konzepts sollten vorhandene zentrale Ressourcen genutzt werden.

- Die heterogene Struktur muß in das Konzept eingebunden werden.

- Die zur Verfügung stehende Leistung muß den wachsenden Datenmengen angepaßt werden können.

Ein solches Sicherungssystem wurde von einem chemischpharmazeutischen Konzern in der ersten Stufe installiert und besteht aus der Software-Lösung "Hypertape" von Network Systems.

Die Lösung muß für die in dieser Branche übliche heterogene Rechnerwelt realisierbar sein: Als zentrale Ressource steht ein kompatibler Mainframe zur Verfügung. Die Abteilungen nutzen vorwiegend Systeme von DEC und HP. Selbstverständlich sollen andere vorhandene und zukünftige Rechnersysteme integriert werden können.

Hypertape dient zur Sicherung von lokalen Datenbeständen auf zentrale Ressourcen, in diesem Fall ein kompatibler Mainframe. Das Produkt organisiert den automatischen Filetransfer vom lokalen System an die Sicherungsstationen wie Bänder, robotergesteuerte Kassetten oder Platten der zentralen Einheit. Dabei müssen alle Sicherungsprozeduren, die auf dem zentralen System vorgesehen sind, durchlaufen werden.

Soll ein File, zum Beispiel wegen eines defekten Plattenlaufwerks am lokalen System, wiedergewonnen werden, organisiert Hypertape den Rücktransport. Alle Backup- und Restore-Prozeduren können manuell gesteuert oder nach Datum, Wochentag, Full-Backup oder Incremental-Backup automatisiert werden. Mischformen sind ebenfalls möglich.

Bei der manuellen Bedienung, die vom Operator vorgenommen wird, steht auf der lokalen Seite ein Management-System zur Unterstützung zur Verfügung. Eine Umgewöhnung ist nicht notwendig: Hypertape wird als transparentes System mit den gewohnten Backup- und Restore-Kommandos des lokalen Systems bedient.

Je nach Organisationsstruktur und sicherheitstechnischen Erfordernissen ist eine zentrale oder lokale Bedienung möglich.

Doch wie verhält sich das Network-Systems-Produkt in den Punkten "Zeitfenster" und "Einheitlichkeit" in heterogenen Rechnerwelten?

Das Sicherungssystem setzt auf die Hochleistungsverbindung Hyperchannel auf. Diese Verbindung unterstützt zur Zeit über 50 verschiedene Betriebssysteme mit einer Übertragungsgeschwindigkeit ab 50 Mbit/Sekunde. Hypertape selbst erreicht eine Filetransferleistung von mehreren Mbit/Sekunde, die von der Leistungsfähigkeit des lokalen Systems abhängig ist. Je nach gewünschter Sicherungsgeschwindigkeit beziehungsweise zur Verfügung stehendem Zeitfenster können beliebig viele Systeme direkt an Hyperchannel angeschlossen werden.

Dieser Direktanschluß ist aber nicht Voraussetzung. In dem Fall der beschriebenen Installation ist lediglich ein DEC-Rechner an Hyperchannel angeschlossen. Dieser Rechner wird in einer ersten Ausbaustufe als Gateway die DECnet-Rechne voll in das Sicherungskonzept einbinden. Damit kann die vorhandene Infrastruktur bis zu einer sinnvollen Leistungsgrenze ausgeschöpft werden.

In einer weiteren Stufe werden Rechner anderer Hersteller in dieses Konzept einbezogen werden, wobei für heterogene Rechner eine einheitliche Oberfläche zur Verfügung steht.

Durch den Einsatz von zentral orientierten Backup-Systemen ist also die Selbständigkeit lokaler Systeme nicht zwangsläufig berührt. Für das Unternehmen läßt sich aber ein übergreifendes Sicherungskonzept realisieren.