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Disaster Recovery/Kommentar


02.05.2003 - 

Backup genügt nicht

Kriemhilde Klippstätter Redakteurin CW

Manche Unternehmen wähnen sich gegen Datenverlust ausreichend geschützt, in dem Glauben, ein regelmäßiges Backup genüge. Welchem Irrtum sie dabei unterliegen, wird erst deutlich, wenn es zur Katastrophe kommt und das Prozedere der Rücksicherung anlaufen soll: Sicherungsbänder sind defekt oder nicht aufzufinden, Notfallpläne existieren nicht, der verantwortliche Administrator befindet sich in Urlaub.

Wie sehr Unternehmen die Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer Daten auf die leichte Schulter nehmen, zeigte kürzlich eine Umfrage der Storage Networking Industry Association Europe (Snia-E). Sie befragte 100 Speicherspezialisten in europäischen Firmen zu diesem Thema. Das Ergebnis: Weniger als die Hälfte der Befragten überprüfen ihre Backup- und Restore-Prozeduren regelmäßig mindestens einmal im Halbjahr. Fast ein Viertel der Unternehmen hat keine verbindlichen Recovery-Routinen festgelegt. Noch erschütternder ist schließlich das Bekenntnis von zwölf Befragten: In deren Firmen existiert weder ein Backup- noch ein Restore-Plan.

Ein solch fahrlässiges Verhalten der Verantwortlichen kann das Unternehmen schwer schädigen und ist somit nicht zu tolerieren. Zugegeben: Disaster Recovery erhöht nicht die Produktion oder die Margen, sie kostet im Gegenteil Geld und bereitet in der Konzeption und Umsetzung Mühen. Neue Ansätze stellen jedoch die einzelne Applikation in den Mittelpunkt der Überlegung, so dass im Ernstfall zumindest auf die wichtigsten Unternehmensdaten in akzeptabler Zeit zugegriffen werden kann.

Sich dabei fachmännischer Hilfe zu bedienen oder gleich einen externen Dienstleister als zweites Rechenzentrum zu nutzen, kann sich im Katastrophenfall durchaus auszahlen. Erinnert sei an das tragische Beispiel einer Firma, die ihre Daten im Nordturm des World Trade Center auf ein zweites Rechenzentrum gespiegelt hatte, dass sich fatalerweise im Südturm befand.