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04.06.1976

Bahn verteilt Intelligenz über die ganze Bundesrepublik

MÜNCHEN - Rund 70 Millionen Mark Rendite im Jahr soll der Bundesbahn eine 560 - Millionen - Mark - Investition erbringen: 500 Millionen Mark Nettoausgaben sowie die Re - Investition von 60 Millionen Mark Ersparnisse sind erforderlich, um das Integrierte Transportsteuer - System (ITS) zum Laufen zu bringen.

Geplant ist Verteilung von Terminal - Intelligenz über die ganze Bundesrepublik: Über 4 000 Triumph - Adler - Datenstationen, eine Variante der TA 1000, die allein rund 150 Millionen Mark kosten (CW Nr. 12 vom 19. März 1976 "Computer - Fahrkarte in die Zukunft"), werden auf Bahnhöfen, bei Güterabfertigungen und in Betriebsdienststellen aufgestellt. Sie werden über rund 100 Nachrichtenvermittlungsrechner Siemens Transdata 960 untereinander sowie mit den 20 Siemens - DV - Systemen 7740, 7750 und 7755 verbunden, die die Bahn installieren muß.

Alles an diesem System, das Bundesbahndaten sowohl in der Fläche - nämlich im gesamten Streckennetz - als auch auf drei verschiedenen hierarchischen Ebenen erfassen, verarbeiten und bereitstellen soll, hat. Super - Dimensionen: Von der Zahl der Informationen über die 375 000 Wagen und 8 000 Lokomotiven samt den entsprechenden Zugpersonal, die zu speichern und laufend dem Betriebsgeschehen anzupassen sind, bis hin zu den 1250 kVA Nennleistung, die das Agietronic - System zur unterbrechungslosen Stromversorgung des zentralen Goßrechenzentrums bringen muß.

In der ersten Ausbaustufe, die 1980 abgeschlossen sein soll, wird ITS eine zentrale Frachtabrechnung im Güterverkehr, ein Fahrzeuginformations- und Vormeldesystem für Güterwagen, Reisezugwagen und Triebfahrzeuge sowie eine Zuglaufüberwachung umfassen. Betriebsbegleitend werden sämtliche Informationen von der einzelnen Frachtsendung über Paletten und Container bis zur kompletten Zugzusammenstellung erfaßt.

Grenzüberschreitungen regelt die Zentrale

Der Zuglauf wird in den Informationssystemen der neun Regionalrechner dargestellt, die unter anderem der Betriebssteuerung dienen. Auf der Hauptrechnerebene wird der die Regionen überschreitende Meldefluß und der grenzüberschreitende Wagenverkehr geregelt. Parallel dazu beginnt schon der Aufbau der "rechnergesteuerten Fahrausweiserstellung" (Test in Würzburg) einschließlich Platzbuchung, die eigentlich erst zur zweiten Ausbaustufe gehört. Die Bahn, die gerade erst das Dampfzeitalter hinter sich ließ ("Unsere Loks haben sich das Rauchen abgewöhnt") steuert jetzt auf eine vollelektronische Zukunft los. -py