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05.07.1996 - 

Mitarbeiter sollen auch einsteigen können

Bain Capital beteiligt sich an D&B-Tochter

Der Deal soll bis spätestens August unter Dach und Fach sein. 160 Millionen Dollar des Kaufpreises werden dabei in bar, der Rest in Vorzugsaktien bezahlt. Sowohl das DBS-Management als auch die sonstigen Mitarbeiter sollen über ein Beteiligungsmodell Anteile an der neuen Company halten, die unter neuem Namen und mit neuem Hauptsitz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia firmieren wird.

Mit dem Einstieg von Bain Capital bei DBS geht eine im Prinzip seit Januar 1995 andauernde Suche nach einem Risikokapitalgeber für den SAP- und Oracle-Konkurrenten, der zuletzt einen Jahresumsatz von rund 350 Millionen Dollar erzielte, zu Ende. Nachdem sich in der Branche kein Käufer fand, hatte das DBS-Management relativ früh signalisiert, das Steuer selbst in die Hand nehmen zu wollen und sich um entsprechendes Venture-Kapital bemüht. Der Verkauf von DBS war notwendig geworden, da sich der Mutterkonzern Anfang des Jahres in die drei selbständigen Unternehmen Cognizant Corp., Dun & Bradstreet Informations Services sowie A.C. Nielsen aufgeteilt hatte.

Die Cognizant Corp., zu der unter anderem die Marktforschungsunternehmen Dataquest, IMS und Nielsen Media Research sowie (mehrheitlich) die IT-Berater der Gartner Group gehören, wird die restlichen 27 Prozent der DBS-Anteile halten. Gleichzeitig sind, wie es hieß, durch den Merger alle geplanten Investitionen gesichert - insbesondere die Einstellung neuer Entwickler sowie ein entsprechendes Budget von rund 70 Millionen Dollar, um mittelfristig neue Produkte auf den Markt bringen zu können.

Wie schon zu Jahresbeginn, als die ersten Verkaufspläne bekannt wurden, gaben sich US-Anwender und Analysten in ersten Reaktionen optimistisch und sprachen von einer guten Entwicklung. Das ursprünglich mit Mainframe-Anwendungen aktive Softwarehaus hatte Ende 1995 mit "Smartstream" ein Konkurrenzprodukt zu R/3 von SAP und zur Client-Server-Lösung von Peoplesoft auf den Markt gebracht. Bereits im Januar folgte die Ankündigung, demnächst mit der Standardsoftware auch Java-basierte Anwendungen zu unterstützen.