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06.08.1999 - 

Arbeiten für das Systemhaus der Deutschen Bahn

Balanceakt zwischen kreativem Tüfteln und Projektarbeit im Team

TLC, das Systemhaus der Deutschen Bahn AG, arbeitet an einer einheitlichen DV- und Kommunikationslandschaft für die Bahn. Daneben entwickelt das Unternehmen auch Softwarelösungen für den nationalen und internationalen Verkehrsmarkt. Mit Ulrich Schäfer, dem Leiter der Personalentwicklung, sprach Ingrid Weidner* im Auftrag der COMPUTERWOCHE.

CW: Vielen Informatikern haftet ein Image des eigenbrötlerischen Tüftlers an. Haben diese Leute bei Ihnen eine Chance?

SCHÄFER: Bei der Software-Entwicklung gibt es immer wieder Phasen, in denen jeder für sich überlegt und brütet; das würde ich als kreatives Tüfteln bezeichnen. Komplexe Software jedoch wird im Team entwickelt. Das bedeutet: Abstimmung, Austausch, gemeinsam mit anderen etwas erarbeiten und in Projektteams umsetzen. Das funktioniert nicht ohne soziale Kompetenzen. Das Image des Eigenbrötlers ist passé. Die meisten Informatiker haben das verstanden.

CW: Welche Qualifikationen brauchen die neuen Mitarbeiter auf jeden Fall?

Schäfer: Die Bewerber sollten vorzugsweise ein Hochschulstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder im naturwissenschaftlich-technischen Bereich absolviert haben. Neben dem IT-Bezug runden analytisches Denken, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Engagement und Belastbarkeit sowie Kundenorientierung das Profil ab.

CW: Wie testen Sie soziale Kompetenz?

SCHÄFER: Die Bewerbungsunterlagen geben zu sozialen Kompetenzen - wenn überhaupt - nur sehr vage Anhaltspunkte. Um so wichtiger ist es, diesen Punkt im Vorstellungsgespräch zu vertiefen. Wir unterhalten uns darüber, welche Erfahrungen jemand während des Studiums mit Teams gesammelt hat und wie er darüber denkt und damit umgeht.

CW: Worin liegt der Schwerpunkt Ihres Softwarehauses?

SCHÄFER: Wir decken das gesamte Spektrum der Software-Entwicklung ab, von klassischen bis zu modernen Verfahren. Bei Neuentwicklungen rückt die objektorientierte Software-Entwicklung immer stärker in den Vordergrund, ebenso spielen Intra- und Internet-Technologien, E-Commerce und IT-Sicherheit eine immer größere Rolle. Wir arbeiten in allen Projekten in Teams, die häufig interdisziplinär zusammengesetzt sind und den Kunden einbeziehen.

CW: Was heißt es für Ihre Mitarbeiter, diese Projekte erfolgreich umzusetzen?

SCHÄFER: Wichtig ist, daß unsere Leute termingerecht hochwertige Produkte abliefern. Unsere Projektmitarbeiter können ihren Erfolg daran messen, wie gut beispielsweise das Auskunfts- und Ticketsystem oder die elektronischen Fahrpläne der Deutschen Bahn, an denen sie mitgearbeitet haben, im Alltag funktionieren.

CW: Wie integrieren Sie neue Mitarbeiter?

SCHÄFER: Die ersten Monate sind entscheidend für die Zufriedenheit der neuen Mitarbeiter. Von Anfang an integriert ein Pate die neuen Kollegen ins Team und kümmert sich gezielt um die Einarbeitung. Sie erhalten möglichst schnell praktische Aufgaben und Verantwortung in konkreten Projekten.

CW: Gibt es spezielle Schulungen für Einsteiger?

SCHÄFER: Neben einer Einführungsveranstaltung gibt es fachliche Schulungen, die das vorhandene IT-Wissen vertiefen und ergänzen. Dazu gehören umfassende Informationen über unseren Hauptkunden, die Deutsche Bahn. Eine insgesamt siebentägige Fortbildungsreihe schult Basic-Skills. Das sind verschiedene soziale Kompetenzen, etwa Präsentations- und Moderationstechniken und effektive Teamarbeit.

*Ingrid Weidner ist freie Journalistin in München.