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07.12.2015 - 

Windows 10

Ballmer buht Microsofts App-Strategie aus

Steve Ballmer kritisiert die von seinem Nachfolger Satya Nadella eingeschlagene Smartphone-Strategie. Microsoft müsse dafür sorgen, dass Android-Apps auf Smartphones mit Windows 10 laufen, so der ehemalige Microsoft-Chef.
Steve Ballmer bei der Vorstellung von Windows Phone 7 auf dem MWC 2010
Steve Ballmer bei der Vorstellung von Windows Phone 7 auf dem MWC 2010

Der ehemalige Chef und größter Einzelaktionär von Microsoft. Steve Ballmer, kritisiert die vom Nachfolger Satya Nadella eingeschlagene Smartphone-Strategie des Redmonder Konzerns. Darauf warten, dass Entwickler universelle Apps für PCs, Smartphones und Tablets mit Windows 10 programmieren, statt selbst für eine attraktive App-Auswahl zu sorgen? "Das wird nicht funktionieren", zitiert der Wirtschaftsdienst "Bloomberg" Ballmer. Vielmehr müsse Microsoft Android-Apps auf Windows-Smartphones laufen lassen.

Im Mai dieses Jahres hatte Microsoft auf der Build das Projekt Astoria vorgestellt, mit dem Entwickler ihre Android-Apps mit minimalem Aufwand auf Windows 10 portieren können sollen. iOS-Entwickler können dagegen dank Project Islandwood ihre Anwendungen direkt in Visual Studio bearbeiten und kompilieren und so de facto 1:1 als Windows-App in den Store von Microsoft bringen. Der Lauch des Projekts Astoria verzögert sich allerdings wegen technischer Probleme: Das für Android konzipierte Tool wird als eines der schwersten der insgesamt vier Windows-Bridges angesehen, da es sich vorerst auf die schlichte Portierung von Android-Apps konzentriert, ohne die Vorteile von Windows zu nutzen. Ein weiterer Grund ist die zunehmende Integration der Google Play Services in die Android-Apps, welche aber auf Windows 10 Mobile nicht zur Verfügung stehen. Dafür müsste ein entsprechender Ersatz-Dienst gefunden werden.

Ballmer stand von 2000 bis 2014 an der Spitze des Redmonder Konzerns und besitzt heute einen Profi-Basketball-Club in den USA. Er leitete den Umbau des Software-Konzerns zu einem Hardware-Hersteller - samt der Übernahme des Handygeschäfts von Nokia - sowie zu einem Cloud-Dienst-Anbieter ein. Nach seinem Abtritt vom CEO-Posten im Frühjahr 2014 räumte er selbst gravierende Fehler während seiner Amtszeit ein. "Wir würden in einer stärkeren Position auf dem Smartphone-Markt sein, wenn ich die vergangenen zehn Jahre rückgängig machen könnte", sagte er vor Studenten der Universität Oxford.

Bei Bekanntgabe des neuen Manns an der Spitze von Microsoft im Fabruar 2014 hatte sich Ballmer noch überzeugt von seinem Nachfolger gezeigt: "Nachdem ich 20 Jahre mit ihm zusammen gearbeitet habe, kann ich sagen, dass Satya Nadella der richtige Anführer zur richtigen Zeit bei Microsoft ist." Der 1967 im indischen Hyderabad geborene Nadella gehört bereits seit 1992 zu Microsoft und hatte vor Übernahme des Chefpostens verschiedene leitende Positionen innerhalb des Unternehmens bekleidet. Vor allem sein Vorantreiben der Cloud-Integration hatte ihn bei der Auswahl des CEO nach vorne gebracht.

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CAD-Robert

Gemach, gemach, Herr Balmer - unter Ihrer Führung wurde das "Windows Phone 6" dramatisch als "Windows Phone 7" verschlechtert! Daran erinnere ich mich noch sehr gut. Ungläubig musste ich feststellen:

- Konnte ich mit dem WP6 noch problemlos mit OUTLOOK synchronisieren, so was dies mit WP7 schlichtweg unmmöglich! Der offizielle Weg sah nun so aus: alle meine privaten Daten in "die Wolke" irgendwo in den USA und von da auf das neue Telefon. NEIN DANKE. Das war nicht das, was der Markt damals (und heute) mehrheitlich wollte. Als Ergänzung: Ja, aber als einziger Weg: Nein! Zum Glück sprang dann die TELEKOM mit einer passablen, aber nicht perfekten Lösung zur Seite, sonst wäre es traurig geworden.

- Der Hammer: für ANDROID-Phones gibt es problemlose Synchronisationstools von OTLOOK / Exchange zu SmartPhone und zurück. Hier wurden unter Ballmer klar die Wünsche der Kunden ignoriert und komplett der Konkurrenz überlassen.

- KEIN einziges WINDOWS PHONE hat die Möglichkeit einer ordentlichen Datensicherung! Ich kann nur ALLE meine Daten auf einen Server in den USA "sichern" und darauf hoffen, dass die da in einem "sicheren Hafen" sind. Das EuGH-Urteil bestätigte aber den Verdacht: die Daten waren und sind da überhaupt nicht sicher. Also kann man fast sagen, dass es bis heute keine vernünftige Datensicherung für WP gibt. (Schauen wir mal ANDROID an....)

- Weder ein WP6,7,8 kann mit einem übersichtlichen Aufwand in eine bestehende Windows-Domain Umgebung voll umfänglich und leicht integriert werden. Für WP10 kann ich es nicht sagen, weil mir die Zeit für Experimente schlichtweg fehlt.

- Die Strategie "Cloud First" wurde so konsequent umgesetzt, dass am Ende mit WP ein nur durchschnittliches Produkt herauskam. Es wäre KEIN Problem gewesen, Herr Ballmer, wenn die Kunden NACH dem "Cloud First" alternativ ein anderes Tool von Microsoft hätten nutzen können, mit dem "Local Second" problemlos mit dem vorhandenen PC/Server gegangen wäre. Es gab (und gibt) so was aber bis heute nicht.

Wäre ich nicht überzeugt, dass WP einen "guten Kern" hätte, ware ich, wie viele andere schon längst bei der Konkurrenz gelandet. Noch bin ich, allen Schwächen zum Trotz bei WP geblieben.

Herr Ballmer: das "Portieren von ANDROID-Apps auf WP" wäre sicherlich nett, aber viel wichtiger wäre die einfache japanische Strategie:

- 1.) Befrage den Kunden, was er genau will und täglich benötigt !
- 2.) Stelle genau diese Produkte in bester Qualität her !
- 3.) Bei passendem Preis werden die Kunden diese Produkte kaufen !

Es gilt bis heute: das Pferd wird nicht von hinten aufgesattelt.

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