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10.10.1997 - 

Finanzdienstleister investiert in Netztechnik

Banco do Brasil geht mit Java auf Neukundenfang

Als strategisches Ziel Nummer eins definiert das Management des Finanzdienstleisters die konsequente Kundenorientierung. Um der Klientel weltweit einen hohen Servicestandard anbieten zu können, soll bis zum übernächsten Jahr die gesamte Netzverwaltung umgestellt werden.

Als Partner hat sich die Banco do Brasil dabei die IBM ins Boot geholt. Der für das Kundengeschäft verantwortliche Direktor Hugo Dantas Pereira begründet diese Entscheidung mit dem Wunsch, eine Gesamtlösung aus einer Hand zu beziehen. Konkret wird der Finanzdienstleister, der Niederlassungen in London, New York und Tokio sowie ein eigenes Filialnetz in 30 Ländern unterhält, rund 9000 Server mit OS/2 Warp installieren und 19 000 Client-Lizenzen des IBM-Betriebssystems erwerben.

Darüber hinaus will die Bank ihre gesamte Home-Banking-Strategie auf das Internet umstellen. Dadurch hofft sie, weltweit neue Kunden zu gewinnen und gleichzeitig ihre Transaktionskosten zu senken. Mit Bezug auf eine Studie von Booz, Allen & Hamilton rechnet John Soyring, weltweit verantwortlicher IBM-Direktor für Technische Projekte, vor, daß ein Geschäftsvorgang mit konventionellem Schalterbetrieb die Bank mehr als einen Dollar koste. Dieser Aufwand schrumpfe auf 13 Cents, wenn der Kunde statt dessen das Internet nutze.

Zunächst müssen aber erst einmal die bisherigen Home-Banking-Applikationen auf Java portiert werden, wobei die Banco do Brasil ebenfalls die Unterstützung der IBM in Anspruch nimmt. Wie Soyring ausführt, machen die Entwickler dabei konsequent von der Wiederverwendbarkeit des Java-Codes Gebrauch. Immer wieder könnten sie auf vorhandene Bestände an "Javabeans" zurückgreifen. Dadurch reduziere sich die Time-to-Market der Banco do Brasil erheblich. "Das ist beinahe wichtiger als die Kostenersparnis bei der Entwicklung", konstatiert der IBM-Direktor.

Um den weitverbreiteten Sicherheitsbedenken gegen das Internet-Banking zu begegnen, will die Bank den von Mastercard und Visa propagierten Industriestandard Secure Transaction Technologies (SET) nutzen. In einem Home-Shopping-Projekt sammelt sie erste Erfahrungen.