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13.04.1984 - 

Höherqualifizierung ist Voraussetzung für individuelles und selbständiges Arbeiten:

Bange Frage nach der beruflichen Zukunft

Der Einzug moderner Technologien in die Büros ist nicht aufzuhalten. Viele Arbeitnehmer werden sich die bange Frage stellen, ob ihr Arbeitsplatz nicht in absehbarer Zeit von einem Computer wegrationalisiert wird. Junge Menschen, die das Berufsleben noch vor sich haben, reagieren nicht selten resigniert: Hat es noch Sinn, einen Beruf zu erlernen, der ins Büro führt? Dies laßt sich am ehesten beantworten, wenn die derzeit absehbare Entwicklung analysiert wird.

Es gibt eine Vielzahl von Berufen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der modernen Datentechnik stehen. Ob sie für Berufsanfänger zukunftsträchtig sind, läßt sich nicht zuletzt an ihrem potentiellen Personalbedarf ablesen. Zur besseren Übersicht lassen sich vier Bereiche voneinander abgrenzen:

- Herstellung von Büro- und Informationstechnik:

Hier sind vor allem technische Berufe zuständig. Ingenieure, Techniker, Facharbeiter aus den Bereichen Maschinenbau, Feinwerktechnik, Elektrotechnik und Elektronik. In den letzten Jahren hat die Bedeutung integrierter Digitaltechnik zugenommen, der Anteil der Mechanik ist zwar mengenmäßig geschrumpft, es sind aber neue Präzisionsanforderungen gestellt worden. Hilfstätigkeiten wurden automatisiert.

Personalbedarf: stagnierend.

- Einsatzvorbereitung:

Organisation, Systemanalyse und Programmierung sind Gebiete, die immer wichtiger werden. Die Arbeit im Büro muß geplant werden, je komplexer die Aufgaben werden. Hier haben Hochqualifizierte gute Chancen gefunden, aber auch Praktiker mit viel Erfahrung werden gesucht. Zunehmend werden objektivierte Methoden eingesetzt.

Personalbedarf: steigend, zuwenig Fachleute auf dem Arbeitsmarkt.

- Wartung, Reparatur, Instandhaltung

Trotz des Trends zum Wegwerfprodukt ist der Aufwand für diese Aufgaben gestiegen. Die Wartungs- und Reparaturaufgaben fallen auch weniger an isolierten Geräten an, sondern sie beziehen sich auf komplexe, übergreifende Systeme. Entsprechende technische Hilfsmittel erleichtern die Arbeit, doch ohne Know-how und ohne Überblick über die Gesamtfunktion der Systeme ist Wartung und Reparatur nicht möglich.

Personalbedarf: leicht steigend, höhere Anforderungen.

- Anwendung der Büro- und Informationstechnik

Die größte Gruppe von Beschäftigten erlebt die neue Technik in der Anwendung. Ob die Arbeitsbedingungen besser oder schlechter werden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Der wichtigste ist die gewählte Organisationsforum, in der diese neue Technik eingesetzt wird. Werden Freiräume beispielsweise eingeschränkt oder ausgeweitet, erfolgt eine weitere Spezialisierung oder Verallgemeinerung.

Durch die große Flexibilität und Leistungsfähigkeit dieser neuen Technik sind die Gestaltungsspielräume viel breiter geworden, als sie bisher waren. Mitarbeiter mit höherer Qualifikation können eher mitentscheiden, wenn es um die Gestaltung der Arbeitsplätze geht. Deshalb ist das wichtigste Ziel eine Höherqualifizierung der im Büro Beschäftigten mit Berücksichtigung dieser neuen Technik.

Personalbedarf: je nach Tendenz der wirtschaftlichen Entwicklung, Bedarf nach Qualifizierten.

In den Bereichen, die die besten Berufschancen bieten, gibt es nur wenig spezifische Ausbildungen. Allerdings sind eine große Zahl von Nachbarberufen vorhanden, die eine gute Grundlage für die Tätigkeit im Bereich der Büro- und Informationstechnik bieten. Insbesondere die Verbreiterung der Berufsqualifikation mit Elementen der Büro- und Informationstechnik ist wichtig.

Die breite Möglichkeit der Gestaltung von Arbeitsinhalten und Arbeitsbedingungen hängt von der vorhandenen Qualifikation der Mitarbeiter ab. Ford begründete seinerzeit die Arbeitsteiligkeit in seinen Werken mit der Notwendigkeit, auch völlig unqualifizierte Landarbeiter an seinen Fließbändern beschäftigen zu können. Im Büro werden die Organisationsformen ebenfalls auf der Basis der vorhandenen Qualifikationen aufgebaut. Je mehr Kenntnisse und Verständnis für die neue Technik vorhanden sind, umso individueller und selbständiger können die Mitarbeiter tätig werden und umso interessanter und flexibler kann die Arbeit werden.