Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.04.2000 - 

Drei Marktbeobachter orakeln Einsparungen durch Fusionen

Banken bauen nur die Vertriebs-DV aus

MÜNCHEN (CW) - Bis zum Jahr 2003 wachsen die vertriebsbezogenen Ausgaben von Banken für Software und IT-Services um mehr als 40 Prozent. Das stellt die Pierre Audoin Conseil GmbH (PAC) in ihrer Studie "Fis 99" fest. Insgesamt sinken die DV-Aufwendungen europäischer Finanzhäuser aufgrund von Fusionen allerdings, prognostizieren die Marktbeobachter von Datamonitor.

Bis zum Jahr 2005 geben die Banken rund 12,6 Milliarden Dollar weniger für ihre IT aus, sollte die Fusionitis anhalten, so Analyst Daniel Mayo von Datamonitor Plc., London. Das ist seinen Aussagen zufolge so viel, dass die IT-Wirtschaft die Auswirkungen deutlich spüren wird.

Im Vergleich zu Applikationen für Verwaltung und das Kerngeschäft steigen die Ausgaben für Vertriebsanwendungen allerdings erheblich, fand die PAC GmbH, München, bei der Befragung deutscher Banken heraus. Verantwortlich für den Ausbau der Vertriebs-DV sei der erforderliche Vertriebsmix. Hauptsächlich durch die Internet-Vermarktung steige das Preisbewusstsein der Kunden, sänken die Margen und erhöhe sich der Wettbewerbsdruck.

Im Jahr 1999 beliefen sich die Ausgaben für Bank-Vertriebssysteme auf rund 1,5 Milliarden Mark. Aufgrund der Arbeiten an der Jahrtausendumstellung, die dazu zwangen, andere Projekte einzufrieren, verlangsamte sich das Wachstum in diesem Segment vorerst. Doch ab 2001 erwartet PAC höhere Wachstumsraten, so dass sich die Ausgaben 2003 auf etwa 2,6 Milliarden Mark steigern.

Die Marktforscher der Meta Group Inc. beobachten ebenfalls den Druck, den Online-Banken auf den europäischen Markt ausüben. Kleinere Banken gingen deshalb dazu über, ihre Back-Office-Systeme zusammenzulegen. Andere vertrauten auf Application Service Provider (ASP). Spezialbanken, etwa Online-Banken, nutzen diesen Trend aus und vermarkten ihr IT-Know-how. Generell, so die Meta Group, kann nicht mehr jede Bank alle Vertriebswege und Services anbieten; viele kleinere müssten sich von dem Gedanken, global zu agieren, rechtzeitig verabschieden.