Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

31.03.2005

Banken setzen auf Outsourcing

Für Outsourcing-Dienste hat der Finanzsektor im letzten Jahr 17,5 Prozent mehr ausgegeben. Das Projektgeschäft bleibt jedoch schwierig.

Die IT-Ausgaben der deutschen Banken gehen nach wie vor zurück - allerdings nicht mehr so stark wie bisher: Laut Pierre Audoin Consultants (PAC) sanken die Investitionen im vergangenen Jahr um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 16 Milliarden Euro. 2003 hatte der Rückgang noch bei neun Prozent gelegen.

Eine steigende Nachfrage registrieren die Experten nach Anwendungssoftware (Lizenzen und Wartung) sowie nach Outsourcing-Dienstleistungen. Für Letztere gaben die Banken im vergangenen Jahr 17,5 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Neben mittelgroßen Verträgen - etwa zwischen der Deutschen Bank und Accenture (BPO Einkauf) oder zwischen Cortal Consors und Siemens Business Services (Application Outsourcing) - kommen mittlerweile auch große Deals in Gang. So hat die West LB mit IBM einen Vertrag über Desktop-Outsourcing und Application-Management-Dienstleistungen im Wert von 400 Millionen Euro unterzeichnet.

Nach wie vor rückläufig entwickelt sich dagegen das Projektgeschäft. So sanken die Ausgaben des Finanzsektors für IT-Beratung, die Implementierung von Standardsoftware und die Entwicklung kundenspezifischer IT-Systeme 2004 um sechs Prozent. Laut PAC-Analystin Nadja Adnane sind die Banken vorsichtiger und wählerischer geworden. Ohne eine penible Überprüfung von Business Case, Return on Investment (ROI) und Preis gehe heute nichts mehr.

Dennoch gibt sich die Expertin optimistisch. Da die Finanzdienstleister in den letzten Jahren viel Personal entlassen mussten, bleibe ihnen oft nichts anderes übrig, als auf externe Serviceanbieter zurückzugreifen. Auch künftige Fusionen im Bankensektor sowie die zunehmende Rationalisierung in administrativen Bereichen würden den Markt vorantreiben. Das Projektgeschäft werde in diesem Jahr um sechs Prozent zulegen. (sp)