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18.09.1992 - 

In der eigenen 4GL neu geschrieben

Banking-System von MDIS läuft jetzt vom PC bis zum MVS-Host

MÜNCHEN (CW) - McDonnell Douglas Information Systems (MDIS) will sein "International Banking System" (IBS) konkurrenzfähig machen: Während das Anwendungspaket bislang nur unter VMS lief, wurde es jetzt mit dem MDIS-eigenen 4GL-System Pro-IV unter AIX neu erstellt und soll spätestens Anfang 1994 komplett vom PC-Netz bis zum Mainframe verfügbar sein.

Die Applikationsprogramme stammen aus dem Nachlaß des inzwischen wieder verkauften Software-Unternehmens Tymenet. Auf dessen Konto geht auch die Entscheidung für VMS von Digital Equipment, also für ein Betriebssystem, das im Bankbereich nicht eben dominant ist. Folglich hat MDIS bislang nur 60 IBS-Installationen vorzuweisen. Mit der Neuentwicklung hofft die McDonnell-Douglas-Tochter, ihren Marktanteil signifikant zu vergrößern.

Geschrieben wurde die neue Produktausführung auf einem IBM-Rechner der Serie RS/6000 unter AIX. Daneben wird "Pro-IV IBS" auch unter Ultrix von Digital Equipment, unter Unix V Version 5.4 auf Motorola-Hardware sowie auf MVS-Mainframes, auf der AS/400, in Novell-Netzen und weiterhin unter VMS ablauffähig sein. Unter dem alten IBS erstellte Anwendungen können, so verspricht der Anbieter, in das neue System übernommen werden.

Insgesamt umfaßt das Softwarepaket 13 Module, von denen die Grundbausteine - das zentrale Informationssystem (CIF), der General Ledger (GL) und der Zahlungsverkehr (MT) - sowie die Komponenten Devisenhandel (FX), Inkasso (CO) und Akkreditivgeschäft (LC) voraussichtlich bereits im April kommenden Jahres ausgeliefert werden. Im Juli 1993 sollen, Geldhandel (MM), Geschäftskredite (CL) und Wertpapiergeschäft (ISS) folgen. Mit der Freigabe der Module Terminkontrakte/Optionen (FO), Edelmetallhandel (PM) und Wechselgeschäft (BE) will sich MDIS noch bis Januar übernächsten Jahres Zeit lassen.

Die Preise hängen davon ab, welche Module der Anwender braucht und wieviele Benutzer damit arbeiten. Die Grundkonfiguration für bis zu zehn User kostet rund 88 000 Mark. Ein komplettes System für mehr als 300 Benutzer macht das Kundenunternehmen um fünf Millionen Mark ärmer.