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01.02.1991 - 

Abkommen mit Microsoft und Compaq

Banyan rückt Vines SMP deutlicher in den Vordergrund

MENLO PARK (IDG) - Mit einer im Herbst letzten Jahres lancierten Version seines Netzwerk-Betriebssystems Vines und einer neuen Marketing-Strategie will sich Banyan Systems mehr Zugkraft in der LAN-Arena verschaffen.

Das Operating System mit der Bezeichnung Vines SMP schöpft laut Anbieter als erste einschlägige Lösung die Technologie des symmetrischen Multiprocessings voll aus. Auf diese Weise könnten Server mit Standard-CPUs in Bereiche vordringen, die Mainframes und Minicomputern vorbehalten waren.

Neue Akzente setzte Banyan Systems auch durch die Übernahme von Microsofts Network Device Interface Specification (NDIS). Auf diese Weise wurde ein erster Schritt in Richtung Interoperabilität zwischen Vines- und LAN-Manager-Netzwerken getan. Zu einer zweiten Vereinbarung kam es mit Compaq. Dieses Abkommen macht gemeinsamen Anwendern der beiden Unternehmen den Rücken dafür frei, daß Vines SMP künftig auf dem Compaq-Server Systempro läuft.

Banyan arbeitete auch darauf hin, aus dem Server-Geschäft auszusteigen und sich verstärkt auf Netzwerk-Betriebssystem-Software zu konzentrieren. Für die Zukunft plant der Netzspezialist, die neue SMP-Version für weitere Server-Plattformen verfügbar zu machen.

Zwar ist es noch zu früh, um in Banyan einen starken Novell-Kontrahenten zu sehen, dennoch gehen viele Marktbeobachter davon aus, daß das Unternehmen den richtigen Weg zum Ausbau seiner Wettbewerbsposition eingeschlagen hat.

Die Aufgabe des Server-Geschäfts ist aus der Sicht von Doug Gold, Netzwerk-Analyst bei der International Data Corporation in Framingham, deshalb sinnvoll, weil hier lediglich sehr große Anbieter oder solche, die sich auf Marktnischen konzentrierten, Erfolg haben.

Im Rahmen der Neuorientierung sind auch personelle Veränderungen zu nennen. So wurde der langjährige Compaq-Mitarbeiter James D'Arezzo zum Vizepräsidenten des Bereichs Marketing bestimmt. James Allwin dagegen, führender Mitarbeiter im technischen Bereich, hat Banyan verlassen und arbeitet jetzt bei Microsoft.