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16.01.1981 - 

Mit 370145-Zentralrechner kam 8100-Konzept nicht zum Laufen:

BASF plaziert Hitachi 6/70 bei IBM-Anwender

LEMFÖRDE (rs) - "Wir haben unser Konzept umgeworfen", sagt Rechenzentrumsleiter Jörg Hasenclever. Die Lemförder Elastogran GmbH, eine BASF-Tochter, hatte in Verbindung mit einer jetzt achtjährigen 370/145 mehrere Distributed Processing-Systeme 8100 installiert. Der Hostrechner wurde durch eine BASF 7/60 ersetzt. Die 8100 will man "sausen lassen".

Der Hitachi-Rechner, den die BASF vertreibt, kam ins Haus, weil die Elastogran-DV früher als geplant ihre Kapazität ausweiten mußte. Eine in Auftrag gegebene IBM 4341 vermochten die Stuttgarter, wie Hasenclever bestätigt, nicht schnell genug zu liefern.

Schwierigkeiten mit der 8100-Installation sowie Hardware-Fehler des

IBM-Hostrechners veranlaßten das Lemförder Unternehmen, sich nach einem neuen Großrechner außerhalb des Stuttgarter Weichbildes umzusehen. "Der Aufwand, der mit den 8100-Maschinen getrieben werden muß", erklärt Hasenclever, "ist doch größer, als man glaubt. Die Leistung erreicht nicht das Niveau, das man sich erhofft hat." Deshalb will Elastogran jetzt die Sicherheit auf der Host-Seite erreichen und die 8100-Systeme wieder abschaffen.

Die geleaste 370/145, die das Chemie-Unternehmen noch als Test- und

Back-up-Maschine verwendet, will Hasenclever auf jeden Fall zurückgeben. "Ich hätte nicht geglaubt"; begründet der RZ-Leiter den Entschluß, "daß Maschinen auch altern können." So sei zum Beispiel die interne Verdrahtung offensichtlich "mürbe" geworden, was mit zu Ausfällen führte.

Bei der Suche nach dem 370/145-Ersatz nutzte Hasenclever seine Kontakte zu Leasingunternehmen, um Auskunft über die Zuverlässigkeit des Hitachi-BASF-Rechners zu bekommen. Da auch Itel (jetzt NAS) mit dieser Maschine handelt, sei sie schon geraume Zeit auf dem Markt. Hasenclever: "Die Informationen sind überall blendend gewesen."

Keine Auswirkung auf die Entscheidung für die Hitachi-Maschine hatte laut Hasenclever das Mutter-Tochter-Verhältnis zwischen BASF und Elastogran. Weder sei Druck auf die Norddeutschen ausgeübt worden, bestätigt Hasenclever, noch habe man Sonderkonditionen erhalten.

Den Nixdorf-Rechner beispielsweise zog man nicht mehr ins Kalkül. Auch ein bei VW Beschäftigter werde wahrscheinlich einen VW kaufen, wenn nicht schwerwiegende Gründe dagegen sprächen.

Wenig hatte Hasenclever zur IBM-BASF-Umstellung zu sagen. "Auf Ehre und Gewissen", betont der Lemförder RZ-Leiter, der weiterhin mit dem IBM-Betriebssystem OS/VS1 arbeitet, "die Programme wurden geladen und liefen. "

Vorwiegend bearbeitet Elastogran zur Zeit noch Anwendungen aus dem kaufmännischen Bereich auf seiner DV-Anlage. Langsam beginne jedoch auch die Verarbeitung von Produktionsdaten. Elastogran stellt in Verbindung mit Tochtergesellschaften Zwei-Komponenten-Kunststoffe sowie Maschinen zu deren Verarbeitung her.