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18.04.1986 - 

"Erste Hilfe" für Fachbereichsanwender, wenn die Diskette nicht tut, was sie soll:

BASF spürt Initialisierungsprobleme auf

Selten hat die Floppy schuld, wenn beim Initialisieren Probleme auftreten. Fünf Ursachen und Tips zur Abhilfe haben BASF-Fachleute zusammengefaßt.

Beim Start des Initialisierungsprogramms stellt das Diskettenlaufwerk den Magnetkopf auf eine bestimmte Spur ein. Danach beginnt der Initialisierungsvorgang. Zwischen diesen beiden Vorgängen muß ein kleiner Moment als sogenannte Kopfberuhigungszeit eingeplant werden. Dauert diese Kopfberuhigungszeit zu lange oder ist die benötigte Pause in der Initialisierungssoftware zu knapp bemessen beziehungsweise nicht für den verwendeten Floppylaufwerktyp vorgesehen, kommt es zu einer Meldung wie "Diskette läßt sich nicht initialisieren". Tip der BASF: Einen zweiten Versuch machen. Dieser führt meist zum Erfolg, da keine erneute Kopfpositionierung nötig ist, die Beruhigungszeit daher wegfällt.

Ein weiteres Ärgernis ist die Verschmutzung. Staub- und Schmutzpartikel behindern den Kontakt zwischen Magnetkopf und Speichermedium. Durch eine verschmutzte Diskette beispielsweise, die ins Laufwerk eingeschoben wurde, können sich Verunreinigungen am Schreib-/ Lesekopf ablagern. Initialisierungsprobleme werden aber auch durch den im Laufe vieler Betriebsstunden unvermeidbaren Abrieb ausgelöst. Auch Materialermüdungen beziehungsweise die mindere Qualität der sogenannten Pressure Pads, über die jedes Diskettenlaufwerk verfügt, bereiten Probleme. Das "Andruckkissen"" preßt das auf der Innenseite der Diskettenhülle befestigte Reinigungsvlies gegen die Magnetfolie und sorgt so für eine kontinuierliche Selbstreinigung. In allen drei Fällen empfiehlt es sich, eine Reinigungsdiskette einzulegen. Bei hartnäckigen, nicht zu entfernenden Verunreinigungen oder defekten Pressure Pads kann man auf den Servicetechniker nicht verzichten.

Nächste Ursache: mangelnde Paßform. Die fehlerhafte Beschaffenheit der Diskette, ein defekter Antriebskonus, ein beschädigtes Disketteninnenloch oder eine nicht normgerecht ausgestanzte Antriebsöffnung beispielweise, sind weitere Quellen des Ärgers. Die mögliche Folge: Die Diskette ist exzentrisch eingespannt oder laienhaft, dafür aber prägnant ausgedrückt - sie eiert. Der Schreib-/Lesekopf kann den Datenspuren nicht folgen. Mit mehreren Einspannversuchen könnte es gelingen, die Disketten so zu fixieren, daß die Daten gelesen werden können. Oft liegt der Grund für derartige Probleme bei einer fehlerhaften Einspannöffnung der Diskette. Schon beim einmaligen Auftreten von Schreib-/Lesefehlern empfiehlt es sich, die Daten auf eine andere Floppy zu kopieren. Tritt der Fehler häufiger und bei allen verwendeten Datenträgern auf, so liegt die Ursache im Laufwerk. Konusabmessung und Einspannkraft sollten in der Servicewerkstatt überprüft werden.

Mitunter ist auch schlecht konzipierte Software, die das Initialisierungsmuster nur einmal schreibt, schuld an der Pein des Anwenders. Analog der "read retries" sollte auch bei den Schreibvorgängen eine mindestens dreifache Wiederholung vorgesehen sein.

Last not least können Temperatureinflüsse zur Verformung der Diskette fuhren. Dies ist zwar unwahrscheinlich, doch müsse man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, meint der Disketten- und Laufwerkhersteller. In solchen Fällen sollten Disketten ähnlich wie Wein behandelt werden: Vor Gebrauch lasse man sie eine Weile ruhen.