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19.04.1984 - 

Mikroelektronik macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt:

Bauern arbeiten vermehrt mit Computern

GENF (VWD) - Großbritannien und die Niederlande sind in Europa beim Einsatz elektronischer Datenverarbeitungsanlagen in der Landwirtschaft führend. Die Einführung moderner Datentechnik in den Landwirtschaften beider Länder war wegen der besonderen Agrarstruktur möglich, die hauptsächlich von Großbetrieben oder Spezialunternehmen mit hohen Umsätzen geprägt ist. Überdies unterstützten von Anfang an die staatlichen landwirtschaftlichen Beratungsdienste die Entwicklung und den Einsatz von Computern.

Die Bundesrepublik Deutschland erwähnte erste Ergebnisse eines von 1981 bis 1985 dauernden Projektes des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, in dessen Rahmen Einsatzmöglichkeiten der EDV in der Landwirtschaft getestet werden. Von solchen und ähnlichen Untersuchungen möchten kleinere europäische Länder Nutzen ziehen, wie die Vertreter Finnlands und Norwegens zum Ausdruck brachten.

In Großbritannien verfügen ungefähr 3000 Landwirte über eigene Mikro-EDV-Anlagen. Davon sind allerdings 1000 sogenannte Heimgeräte mit entsprechend begrenzten Anwendungsmöglichkeiten. Im wesentlichen als Folge der Kleinbäuerin en Agrarstruktur macht in Österreich bisher nur eine kleine Minderheit von Landwirten von der EDV Gebrauch. In Spanien nutzen manche Großbetriebe ab 500 Hektar die EDV für die Aufbereitung betriebsinterner Daten. Die Haltung von Milchviehbeständen ab 100 Kühen wird zum Teil mit EDV-Anlagen überwacht. Hingegen setzen immer mehr landwirtschaftliche Genossenschaften Mini-EDV-Anlagen ein.

Mit der Ausweitung der EDV in der Landwirtschaft entsteht ein wachsender Bedarf an Geräten und vor allem an Programmen. Für leistungsfähige Unternehmen bieten sich gute Geschäftsaussichten. Die Überwachung von Projektprozessoren durch Mikroprozessoren wurde in den Niederlanden im letzten Jahrzehnt eingeführt und hat ihren Hauptanwendungsbereich in der automatischen Klimakontrolle gefunden. Bereits 35 Prozent der Gewächshäuser werden von EDV-Einrichtungen überwacht.