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27.06.1997 - 

Erste Produkte kommen im vierten Quartal

Bay Networks kauft sich Gigabit-Ethernet-Wissen

Auf seiner Einkaufstour hat Bay Networks mit der Übernahme der Startup-Company Rapid City einen wichtigen Deal gelandet. Der Kauf des Unternehmens aus dem kalifornischen Mountain View beschert Bay Networks auf einen Schlag den Migrationspfad von Fast Ethernet zu Gigabit Ethernet, den die Anwender mittelfristig verstärkt beschreiten dürften. Die Marktforscher der Dell'Oro Group rechnen beispielsweise mit einem Umsatzwachstum bei Gigabit-Ethernet-Switches von 64,7 Millionen Dollar in diesem Jahr auf 980 Millionen Dollar im Jahr 2000.

Die Akquisition kostet die Kalifornier rund 155 Millionen Dollar, die in Form eines Aktientausches beglichen werden. Das bislang in privater Hand befindliche Unternehmen Rapid City wird als neuer Geschäftsbereich in die Enterprise Division von Bay Networks eingegliedert. Konkurrent Cisco hatte im September 1996 bereits den Gigabit-Ethernet-Spezialisten Granite Systems gekauft und 220 Millionen Dollar bezahlt.

Mit dem Merger erweitert Bay Networks sein Switching-Port- folio um die Routing-Switch-Produktfamilie "First" (Fully Integrated Routing Switch Technology) . Die Komponenten ermöglichen laut Hersteller das Switching mit Leitungsgeschwindigkeit oder das Routing auf jedem Port. Die First-Produkte gewährleisten eine Forwarding-Rate von sieben Millionen Pakten pro Sekunde und verfügen über Gigabit-Ethernet-Uplinks zur Erhöhung der Netzwerk-Performance.

Die LAN-Switches, die auf einer Vorabversion des Gigabit-Ethernet-Standards basieren, sollen laut Bay Networks im vierten Quartal 1997 auf den Markt kommen. Das Unternehmen aus Santa Clara könnte sich nach Ansicht von Marktbeobachtern damit sogar einen Vorsprung verschaffen, da die Wettbewerber Cisco, 3Com und Cabletron noch nicht über entsprechende Lösungen verfügen.

Allerdings sehen sie in den First-Produkten von Rapid City und dem "Switch Node" von Bay Networks die Gefahr einer Überlappung beim Layer-3-Switching. Diese wird vom Management jedoch heruntergespielt. Um in diesem Markt bestehen zu können, benötige Bay ein breites Spektrum an Produkten, verlautete aus Santa Clara.

Auf Basis der First-Komponenten wird Bay Networks zunächst ein modulares Chassis mit acht Slots, den "fl 200", auf den Markt bringen. Das System soll optional über maximal 96 Ports mit Autosensing zwischen 10 und 100 Mbit/s sowie 48 Anschlüsse für 100Base-FX oder wahlweise zwölf Gigabit-Ethernet-Ports verfügen. Der Switch wird über die Management-Applikation "Optivity" von Bay Networks zu verwalten sein. Produkte von Rapid City können derzeit bereits unter den Plattformen Windows 95, Windows NT, Openview und Solaris administriert werden. Darüber hinaus werden auf jedem Port vier RMON-Gruppen unterstützt.