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09.02.1996 - 

Anwender ueber lange Verzoegerung ungehalten

Bay Networks verschiebt erneut Lieferung angekuendigter Module

"Switching ist im Moment fuer die Mehrzahl unserer Kunden nicht wichtig", sagte Jim Hourihan, Vice-President of Marketing bei Bay Networks. Analysten und einige Anwender sind da jedoch anderer Meinung. Ihrer Ansicht nach warten viele Kunden auf die Switching-Module, um mit hoeherer Bandbreite Engpaessen im Netz besser begegnen zu koennen.

Einen Kunden hat das Unternehmen bereits verloren: BHP Slab and Plate, Sydney, einen grossen Stahlhersteller aus Australien. Nachdem Bay Networks die angekuendigten Switching Hubs im Wert von zwei Millionen Dollar nicht liefern konnte, vergab BHP den Auftrag an den Konkurrenten Cabletron Systems.

System 5000 verfuegt ueber grundlegende Faehigkeiten im Bereich Port-Level-Switching. Kuerzlich haben die Kalifornier immerhin mit der Auslieferung eines ATM-Switching-Moduls begonnen. Der neueste Fahrplan fuer die LAN-Segment-Switching-Module sieht nun folgendermassen aus: Zwischen Juni und September will Bay Networks sowohl das 10-Mbit/s- Ethernet- als auch das 16 Mbit/s schnelle Token-Ring-Switching-Modul auf den Markt bringen, mit deren Hilfe sich Verbindungen zu ATM-Backbones herstellen lassen. Im vierten Quartal 1996 sollen entsprechende Fast-Ethernet-Module erhaeltlich sein.

Analysten zeigen sich indes erstaunt angesichts der wiederholten Verzoegerungen. Sie vermuten hinter dem erneuten Aufschub Probleme mit dem ASIC-Halbleiterchip. Aehnliche ASIC-Probleme waren schon bei dem Low-end-Switching-Hub "Lattisswitch System 28115" im vergangenen Jahr aufgetreten. In diese Richtung gehende Spekulationen dementierte Bay Networks-Manager Hourihan allerdings energisch. Tom Slykhouse, Group Product Line Manager fuer Ethernet-Switching bei Bay Networks fuehrte die Schwierigkeiten vielmehr auf den Zeitaufwand zurueck, der fuer die Fehlersuche in einem 10-Mbit/s-Switching-ASIC sowie fuer Tests benoetigt wurde.

Mathias Hein, bei Bay Networks Deutschland zustaendig fuer Marketing, distanzierte sich von der Meinung seines US-Kollegen, Switching sei fuer die Kunden nicht wichtig. "Der Switching-Markt ist in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. Wir mussten auf Aenderungen in der Technologie und im Markt reagieren." Zu den Geruechten um Schwierigkeiten mit den ASICs vertrat er die Meinung, es gebe keinen Hersteller, der damit nicht Probleme habe.