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16.04.1981

Bayerisches Sozialministerium informiert Arbeitgeber und Manager:\Lebendige Kommunikation motiviert

MÜNCHEN (gr) - Selbst im gerne heraufbeschworenen "Büro der Zukunft" wird es noch Mitarbeiter geben, die der verantwortliche Leiter der Abteilung "führen" muß. Der lebendigen Kommunikation komme dann eine noch größere Bedeutung für die Motivation der Mitarbeiter zu. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung hat Sorge getragen, daß Chefs und Untergebene "miteinander arbeiten - miteinander reden" können.

Bis zu 80 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Führungskräfte nach der Untersuchung im Auftrag des Staatsministeriums im Gespräch. "Im Zeitalter nie gehabter Kommunikationsmittel laufen wir Gefahr, das Gespräch miteinander zu verlernen", erklärte Staatsminister Dr. Fritz Pirkl seinen Beitrag zur "inhaltlichen" Humanisierung der Arbeitswelt, den Oswald Neuberger, Psychologieprofessor in Augsburg, für das Ministerium schrieb und den Wolfgang Dotz, München, mit appetitfördernden IIlustrationen dekorierte.

Der Mitarbeiter hat dem Gesetz nach ein Recht auf das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Sachzwänge wie zu viel Arbeit können nicht als Ausrede dienen, wenn der Laden nicht läuft. Schon Schiller, so der Minister, wußte, daß durch "gute Reden" die Arbeit "munter fortfließt". Diese Fähigkeiten will die Schrift vermitteln. Es käme nicht darauf an, Tips zu geben. Vielmehr soll das "weiß-blaue" Heftchen sensibel machen für das, was einer meint, im Unterschied zu dem, was er sagt, Manipulationsmöglichkeiten und Gefahren aufdecken und auf die Nebenfunktion eines Gespräches hinweisen. Ein Gespräch, so der Minister, "ist ein Zeichen des Dazugehörens, ein Mittel zum Dampf ablassen und füllt Leer-Räume".