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23.04.1982 - 

Mit einer Entwicklung der Dornier System GmbH

Bayerns Sender ferngesteuert und -überwacht

MÜNCHEN (pi) - Erstmals präsentierte jetzt der Bayerische Rundfunk (BR) die neue rechnergestützte Fernsteuerung und -überwachung für seine Sendestationen. Die mit dem Namen SEPAS (Sendernetz-Prozeß-Automatisierungs-System) bezeichnete Anlage wurde von der Dornier System GmbH, Friedrichshafen, entwickelt und besteht aus 16 miteinander verbundenen Rechnern.

Wesentliche Aufgaben des Systems sind die Eigen- oder Fernsteuerung der UKW- und Fernseh-Sendecinrichtungen sowie deren Überwachung, die Ermittlung der Betriebs-, Stör- und Alarmzustände und die Protokollierung der Stationszustände und Ereignisse.

Die SEPAS bisher angeschlossenen 14 Sender sind zu zwei eigenständigen Netzen zusammengefaßt - dem Sendernetz-Nord mit der Zentrale Dillburg und dem Sendernetz-Süd mit der Zentrale Wendelstein.

Beide Netze werden jeweils in einem Rechnerverbundsystem betrieben. Jede Sendestation ist mit einer PDP- 11/23 von Minicomputer-Marktführer Digital Equipment ausgerüstet und über eine Datenfernübertragung mit dem Zentralrechner (PDP 11/34 von DEC) verbunden.

Für die Datenfernübertragung wird das Audiodat-60-System der Münchner Elektronikspezialisten Rhode & Schwarz verwendet, mit dem die zu übertragenden Daten in das Multiplex-Signal des UKW-1-Senders eingelagert werden. Sie werden dann stationsweise in Form von Datentelegrammen gesendet oder empfangen.

Der Rechner der Zentrale überwacht die Sendestationen und erstellt die Rechnersoftware für deren Mikroprozessoren. Der Dialog mit dem Bedienungspersonal erfolgt dabei über das Sichtgerät und den Schnelldrucker.

Darüber hinaus nimmt die Zentrale auch die Steuerung und Überwachung der eigenen Sendeanlage vor. Die Zentralelektronik ist aus diesem Grund in eine Zentrale und in eine Notzentrale mit Stationselektronik unterteilt (Abbildung 1).

Den Kern der elektronischen Ausrüstung der einzelnen Sendestationen, die Stationselektronik, bildet ein eigener kleinerer Rechner. Über einen Steuer-, Adreß- und Datenbus steuert er den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Geräten und Anlagen in Abhängigkeit von dem ihm eingegebenen Programm. Durch die Bus-Schnittstelle ist die Elektronik modular aufgebaut und kann jederzeit ergänzt werden. Für die notwendige zeitsynchrone Steuerung des Sendebetriebs besitzt jede Stationselektronik eine Echtzeituhr, die mit einer quarzgesteuerten Uhr und einem Empfänger für den Zeitsender DCF 77 der Deutschen Bundespost bestückt ist.

Das Programm für die Betiebsabwicklung wird dem Rechner über einen Diskettenspeicher eingegeben der seine Informationen von einer in der Zentrale erstellten Diskette abliest. Über eine Operator-Konsole ist außerdem die Direkteingabe von Steuerbefehlen möglich.

Den Aufbau der Stationselektronik (Abbildung 2).

Informationen: Dornier System GmbH, Postfach 1420, 7990 Frierichshafen I, Telefon: (075 45) 8 38 93.