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16.07.2015 - 

Cloud-Strategie

BayWa migriert SAP Retail auf Linux

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Der Münchener Agrarhandelskonzern hat seine SAP Retail-Anwendungen auf zwei HP Superdome X-Server migriert. Die IT-Transformation geht voran, demnächst mit SAP Hana.
Die neue Systemumgebung der BayWa läuft seit dem Produktivstart fehlerfrei.
Die neue Systemumgebung der BayWa läuft seit dem Produktivstart fehlerfrei.
Foto: Baywa

Nicht einmal einen Tag hat es gedauert, dann hatte die BayWa AG ihre SAP Retail-Anwendungen auf zwei HP Superdome X mit x86-Architektur und dem Betriebssystem Linux migriert. Bisher lief die SAP-Retail-Installation - nach eigenen Angaben im Hinblick auf Lastanforderungen eine der größten weltweit - des in München ansässigen Agrarhandelskonzerns auf Unix/Itanium-Systemen, ebenfalls vom Typ HP Superdome.

Der hausinterne IT-Dienstleister RI-Solution GmbH stemmte die Migration inklusive Datentransfer und Testbetrieb in weniger als 24 Stunden. Knapp 8000 Anwender können mit dem Ergebnis bisher offenbar zufrieden sein. "Die neue Systemumgebung läuft seit dem Produktivstart fehlerfrei", sagt Andreas Stibi, Leiter IT-Infrastruktur bei RI-Solution. "Die Leistung und Verfügbarkeit des neuen Systems sind hervorragend, und die Stabilität des Linux-Betriebssystems und der DB2-Datenbank sind beeindruckend."

Letzte Unix-Insel versenkt

Die Blitz-Migration ist Teil einer größer angelegten IT-Transformation bei der BayWa im Zeichen der Wolke. Zur Unterstützung des internationalen Expansionskurses verlagert das Unternehmen seine IT-Infrastruktur sukzessive in eine Private-Cloud-Umgebung.

Damit soll die Servicebereitstellung für Tochtergesellschaften weltweit ausgeweitet werden, ohne die Betriebskosten zu erhöhen. Diesem Ziel dient die Standardisierung, Virtualisierung und Automatisierung der kompletten IT-Infrastruktur auf x86, Linux und Windows. Innerhalb dieser langfristigen Strategie verschwand jetzt die letzte Unix-Insel.

Auf SAP Hana vorbereitet

Kleine SAP-Systeme und Nicht-SAP-Anwendungen laufen bereits auf einer einheitlichen, modularen HP-BladeSystem-Serverinfrastruktur, die auf offenen Standards basiert. Für SAP Hana steht schon ein HP 900 mit einem drei Terabyte großen HP-3PAR-StoreServ-Speicher bereits. Der Anwender will künftig verstärkt auf die In-Memory-Technologie setzen.

Die aktuelle Plattform-Migration wurde in Generalunternehmerschaft von HP durchgeführt. SAP, IBM und Suse waren als weitere Partner beteiligt. Die neue Systemumgebung besteht aus zwei HP Superdome X mit je 120 Prozessorkernen und 2 TB Hauptspeicher. Für das produktive SAP-Retail-System wird dabei nur eine Partition mit 60 Kernen und 1 TB Hauptspeicher genutzt.

Bei Ausfällen von Systemkomponenten verlagert der Cluster-Manager HP Serviceguard die Produktion automatisch auf das zweite System. Die restlichen vier Partitionen stehen für die Entwicklungs- und Testumgebung zur Verfügung.

BayWa | SAP-Migration
Branche: Handel
Zeitrahmen: 1 Tag
Mitarbeiter: rund 8000 Anwender
Produkt: SAP Retail, HP Superdome X
Dienstleister: RI-Solution GmbH, HP
Internet: www.baywa.de

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