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02.03.1984 - 

Deutsche DV-Anbieter bekommen zunehmend Lust auf die Börse

BCT nutzt Emission zur Expansion

MÜNCHEN(CW) - Nach Nixdorf hat jetzt auch die Kölner BCT Computer den Gang an die Börse gewagt. Eingeführt wird das Unternehmen von der Portfolio Management GmbH (PM), die noch bis zum 2. März 120 000 stimmrechtlose Vorzugsaktien zum Emissionskurs von 100 Mark anbieten wird.

Zusammen mit einer sogenannten "selling group", die aus mehreren Banken besteht, wird die Münchner PM 50 Prozent des Grundkapitals in Höhe von 12 Millionen Mark plazieren, 11 Millionen Mark des Emissionserlöses sollen nach den Worten des BCT-Vorstandsvorsitzenden, Wolfgang Böhmer der Expansion des Unternehmens dienen.

Nach der Emission, voraussichtlich am 12. März, sollen die Aktien im Telefonverkehr gehandelt werden. Die Einbeziehung der Papiere in den geregelten Freiverkehr an der Hamburger und Münchner Börse wird baldmöglichst angestrebt Für die Vorzugsaktien mit einem Nennwert von 50 Mark ist für 1984 eine Dividende von 9 Mark angekündigt.

BCT besteht seit dem Jahre 1976 und begann als Importeur amerikanischer Computer. Erzielten die Kölner 1979 noch einen Umsatz von 7,4 Millionen Mark, so betrug er 1983 bereits 20 Millionen Mark. Im gleichen Zeitraum stieg der Jahresüberschuß von 50 000 Mark auf 2,9 Millionen Mark.

Heute, acht Jahre nach der Gründung, fertigt BCT laut Böhmer unter anderem sieben eigene Software- und Hardwarekompatible Rechnermodelle. Zusätzlich sollen in diesem Jahr auch Mikrocomputer unter der Bezeichnung "Apricot" das Angebot abrunden. Sie werden von der britischen ACT bezogen.

Für 1984 erwartet BCT eine Verdoppelung des letzjährigen Umsatzes von 20 auf 40 Millionen Mark. Dafür spricht, erklärte Böhmer, die Vermarktung neuer schneller Rechner, das jetzt angelaufene Exportgeschäft nach Frankreich und der Aufbau einer Verkaufsorganisation.