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Unternehmensberater vertreiben Software


13.10.1989 - 

BDU befürchtet Mißbrauch der Berufsbezeichnung

MÜNCHEN (CW) - Bayerische Unternehmensberater sind häufig branchenfremd aktiv. Das geht aus einer Umfrage bei 190 Unternehmen dieser Art durch den Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) hervor.

Nun versucht der BDU die Untersuchung so umzugestalten, daß sich Aussagen über den Mißbrauch der Berufsbezeichnung "Unternehmensberater" machen lassen. Während die Berufsvereinigung Tätigkeiten wie Anlage-, Finanz- und Immobilienberatung als branchenfremd einordnet, stört sie der Anteil der Software-Entwicklung an den Geschäftsaktivitäten nicht.

Vielmehr sei unternehmensbezogene Software-Erstellung nicht mehr von der "klassischen" Unternehmensberatung zu trennen. Im Geschäftsjahr 1987 sind laut Umfrage ein Viertel des Gesamtumsatzes von 2,22 Milliarden Mark durch Software-Entwicklung erzielt worden. Die Software-Dienstleistungen gehören daher, laut Norbert Küster, Geschäftsführer des BDU, unter das gemeinsame Branchendach der Unternehmensberatung.

Anders Karl-Heinz Bücheler, Gesellschafter der Unternehmensberatung UBM, München: "Unser Selbstverständnis verbietet es, in den Softwaremarkt einzusteigen, denn nur so können wir unsere Kunden unabhängig beraten." Bei Unternehmen, die über die Beratungstätigkeit hinaus auch Software-Produkte vertreiben, liegt laut Bücheler die Vermutung nahe, "daß sie im zweifelsfall ihr eigenes Produkt empfehlen."

Während der Umsatzanteil der Software bei den befragten Consulting-Unternehmern bei 24,2 Prozent liegt, erzielten die Mitglieder des BDU - deren Daten nicht in die Befragung eingingen - hier 30,3 Prozent und ist damit der lukrativste Bereich. An zweiter Stelle stehen die Umsätze für Managementberatung mit 16,6 beziehungsweise 12,6 Prozent (BDU-Mitglieder), gefolgt von 13 und 3 Prozent bei der Marketingberatung.