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21.09.2006

Bea arbeitet an neuem SOA-Konzept

"SOA 360" verknüpft einzelne Servicebausteine via Plug and Play.
Auf der Microservice Architecture sollen Beas Softwarefamilien eine neue Basis finden.
Auf der Microservice Architecture sollen Beas Softwarefamilien eine neue Basis finden.

Bea Systems hat auf der Konferenz "Bea World" im kalifornischen Santa Clara mit "SOA 360" ein überarbeitetes SOA-Konzept vorgestellt. Mit Hilfe der "Microservice Architecture" (MSA) soll das klassische Schichtenmodell herkömmlicher Softwarearchitekturen überflüssig werden, versprachen die Verantwortlichen des Infrastrukturspezialisten. Künftig sollen alle notwendigen Funktionen für bestimmte Services aus den einzelnen Software-Layern in entsprechenden Paketen gebündelt werden.

Software wird zerlegt

Dazu sollen alle Bea-Produkte, angefangen vom Transaktionsmonitor "Tuxedo" über den J2EE-Applikations-Server "Weblogic" bis hin zu den SOA-Produkten der "Aqualogic"-Familie, stärker in einzelne Softwarekomponenten zerlegt werden. So ließen sich beispielsweise in Zukunft auf Tuxedo basierende Legacy-Transaktionen mit dem Servicebus von Aqualogic in einem Servicebaustein miteinander verknüpfen, so die Vision der Bea-Entwickler.

Welche Kombinationen zu realisieren sind, hänge von den jeweiligen auf SOA-Basis abzubildenden Geschäftsprozessen ab, hieß es. Die Definitionen dieser Abläufe sollen jedoch nach wie vor von den technischen SOA-Bausteinen abgekoppelt bleiben. Dabei wollen sich die Bea-Verantwortlichen eng an die Entwicklungen der großen Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware anlehnen. Derzeit arbeiten beispielsweise SAP und Oracle mit Hochdruck daran, ihre Service-Repositories mit Beschreibungen verschiedener Geschäftsprozesse zu füllen. Auf Basis von Web-Services-Standards soll sich künftig auf diese Prozessdefinitionen zugreifen lassen. Darüber hinaus ist es auf Grundlage besagter Standards möglich, Applikationen von Drittanbietern mit Beas SOA-Bausteinen zu verknüpfen, so der Anbieter. Um ein möglichst breites Kundenspektrum anzusprechen, unterstützt Beas Infrastruktur die Java- und .NET-Welt.

MSA baue auf den bekannten SOA-Prinzipien auf und entspreche allen notwendigen Standards, versprach Bea-CEO Alfred Chuang. Ziel des neuen Konzepts sei es, einzelne Services wiederverwenden zu können sowie die Anwendungsentwicklung zu beschleunigen. Um diesen Prozess für die Anwender effizienter zu machen, plant Bea, im kommenden Jahr seine Entwicklungsprogramme zu vereinheitlichen. Mit dem standardisierten Developer-Framework "Workspace 360" will der Anbieter vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen am Entwicklungsprozess Beteiligten verbessern. Die Application-Lifecycle-Suite bringe Business-Analysten, Enterprise-Architekten, Entwickler und IT-Betreiber zusammen an einen Tisch, stellte Bea-Chef Chuang seinen Kunden in Aussicht.

Bis Ende 2008 sollen alle Bea-Produkte auf die neue Plattform umgestellt sein, so der Plan des Softwareherstellers. Weitere Details zu ihrer überarbeiteten SOA-Roadmap wollen die Firmenoberen in den kommenden Monaten bekannt geben. Branchenbeobachter beurteilten die neue Bea-Strategie bislang zurückhaltend. Es blieben noch zu viele Fragen unbeantwortet, meint beispielsweise Shawn Willlett, Analyst von Current Analysis.

Bea muss weiter kämpfen

Bea arbeitet seit geraumer Zeit mit Hochdruck an seiner SOA-Strategie. Während andere große Verfechter Service-orientierter Architekturen wie Oracle und SAP auf Basis ihrer Datenbank- und Applikationsprodukte wesentlich präsenter im Blickfeld der Anwender stehen, kann der Infrastrukturspezialist lediglich auf seine Middleware-Produkte pochen. Wiederholt war daher in der Vergangenheit über eine Übernahme des im kalifornischen San Jose beheimateten Softwareherstellers spekuliert worden. (ba)