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20.07.2001 - 

Applikations-Server-Anbieter baut Technologie aus

Bea kauft Crossgains XML-Wissen

MÜNCHEN (CW) - Mit der Übernahme von Crossgain will Bea Systems seine Marktstellung bei Applikations-Servern sichern. Bislang ist das Unternehmen die Nummer eins, aber IBM macht Boden gut.

Rund 30 Mitarbeiter, davon die meisten Entwickler, erhält Bea durch die Übernahme der in Privathand befindlichen Firma Crossgain. In dem Startup-Unternehmen arbeiten prominente Softwaregrößen wie der Ex-Microsoft-Vice-President Tod Nielsen und der XML-Guru Adam Bosworth. Die Mannschaft soll nun neue Anwendungen auf der Basis von Java entwickeln. Was genau geplant ist, darüber schweigt sich Bea aus - ebenso darüber, was mit den bereits teilweise entwickelten Crossgain-Anwendungen passiert.

Martin Marshall, Managing Director beim Beratungsunternehmen Zona Research, geht davon aus, dass Bea vor allem an Crossgains XML- und Web-Services-Know-how interessiert ist. Hier habe Bea noch einige Löcher in seinem Portfolio zu stopfen.

Crossgain blickt auf eine recht bewegte jüngere Vergangenheit zurück. Eine Reihe von Entwicklern kamen von Microsoft zu dem Unternehmen, was dem Startup prompt eine Klage der Redmonder einbrachte. Das Band zwischen den Unternehmen war endgültig zerschnitten, als sich Crossgain entschloss, Produkte von Sun und Oracle als Basis für seine Produktentwicklung zu nutzen. Trotzdem sind viele Programmierer noch mit Microsofts .NET-Technik vertraut - Wissen, das Bea durchaus nützlich sein kann.

Der Applikations-Server-Hersteller muss nämlich etwas tun, um sich gegen die wachsende Konkurrenz von IBM zu wehren. Zwar ist Bea laut IDC mit einem Marktanteil von 18 Prozent immer noch die Nummer eins vor IBM mit rund 15 Prozent, aber der Erzrivale konnte Marktanteile gewinnen. Auch bei reinen auf Java 2 Enterprise Edition basierenden Applikations-Servern hat Bea nach Angaben der Giga Information Group die Nase vorn: Auf einen Marktanteil von 35 Prozent kommen die Kalifornier, während Big Blue bei 30 Prozent liegt. Oracle, das zurzeit mit viel Engagement in der Applikations-Server-Arena auftritt, muss sich mit weniger als zehn Prozent zufrieden geben.

Damit Bea diese Spitzenposition behalten kann, investiert das Unternehmen auch in Drittanbieter. Eine Finanzspritze von drei Millionen Dollar erhält Pentasafe Security Technologies, ein Hersteller, der Sicherheits-Tools für Beas Weblogic-Server entwickelt.