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14.06.2005

Bea schafft die Basis für Service-orientierte Architekturen

Der Hersteller kündigt eine Produktsuite an.

Mit "Aqualogic" fordert Bea Systems IBM, SAP und andere Anbieter von Integrationssoftware heraus, die seit Monaten das Thema Service-orientierte Architekturen (SOAs) für sich vereinnahmen. Den Vorsprung mancher Wettbewerber glaubt Bea aber aufholen zu können, indem es nicht nur einzelne Bausteine, sondern eine vollständige und standardbasierende Infrastruktur für die Verwaltung von Softwareservices präsentiert. Teuer entwickelte Anwendungslogik, die in Unternehmenssoftware oder Datenbanken stecke, lasse sich mit Aqualogic wieder verfügbar (flüssig) machen, warb Wolfgang Weigend, Principal System Engineer bei Bea. Nachdem eine Referenzarchitektur definiert ist, für die der Hersteller Best Practices als "SOA Domain Model" anbieten will, können Anwender künftig diverse Services (entwickelt in Java, C, C++, C# etc.) zu Prozessen verknüpfen. Angelehnt an den Java-Slogan "Write once - run anywhere" heißt das Motto: "Compose once - leverage anywhere" und soll betonen, dass sich Bea nicht mehr auf die Java-Domäne beschränkt.

Die Grundlage der modularen Produktsuite bildet "Aqualogic Messaging". Mit ihr setzt der Hersteller das Konzept eines Enterprise Service Bus (ESB) um, das derzeit die Industrie als Infrastruktur für SOAs propagiert. Der ESB entstand im Projekt "Quicksilver" und ist eine für die Serviceverwaltung zugeschnittene und aus Performance-Gründen abgespeckte Version des Java-Applikations-Servers "Weblogic" von Bea. Er implementiert die herstellereigene Messaging-Engine auf der Basis des Java Messaging Service (JMS) und sei laut Weigend mittlerweile so leistungsfähig wie proprietäre Messaging-Lösungen. Im Einzelnen besitzt der ESB Server-Funktionen für Failover und Load Balancing sowie Dienste, um Business-, Web- oder Proxy-Services zu binden, zu transformieren und Nachrichten zwischen ihnen anhand definierter Regeln zu routen. Als grafische Arbeitsumgebung diente eine Konsole, mit der sich Services-Einträge auch verwalten lassen. Steigen die Komplexität und Zahl der Services, empfiehlt Bea den Einsatz der in Aqualogic gebotenen Registry, die Services einstellen, versionieren und suchen hilft. Sie stammt vom Hersteller Systinet und nutzt bereits die stark überarbeitete Version 3 der Web-Services-Registry "Universal Description, Discovery and Integration" (UDDI).

Ferner finden sich die Dienste von "Aqualogic Data". Herzstück ist die Bea-Technik "Liquid Data", die zur Metadatenverwaltung, Datenmodellierung und dem virtuellen Zugriff auf Datenhaltungen dient. Mit "Aqualogic Security" stehen zudem Sicherheitsfunktionen bereit, die laut Christoph Rau, Vice President Central & Eastern Europe bei Bea, neu sind. So unterstützt das Sicherheits-Framework des Weblogic-Servers nur ein Policy-Management, während Aqualogic auch eine Anmeldung per Single-Sign-on gestattet.

Trotz Aqualogic bleiben die Java-Produkte rund um Weblogic die wichtigste Säule für Beas Geschäft. Zudem ist eine Orchestrierung von Geschäftsprozessen und deren Beschreibung mit dem XML-Standard "Business Process Execution Language" derzeit nur mit dem Produkt "Weblogic Integration" möglich. Ebenso findet die Entwicklung von Services oder der Aufbau von Portallösungen außerhalb von Aqualogic statt. Der Zugriff der Weblogic-Welt auf Dienste in Aqualogic ist aber über Standardschnittstellen möglich.