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30.08.2002 - 

Linux-Versionen von Weblogic Server und Jrockit

Bea setzt sich Red Hat auf

MÜNCHEN (CW) - Der Middleware-Spezialist Bea Systems verstärkt seine Präsenz auf der Linux-Plattform. Gemäß einer Vereinbarung mit Red Hat will der Anbieter den Applikations-Server "Weblogic" sowie die Java Virtual Machine "Jrockit" für "Red Hat Linux Advanced Server" auf Intel-Rechnern zertifizieren und Support für dieses Betriebssystem anbieten.

Die Kooperation sieht vor, dass Red-Hat-Anwender den gleichen Support bekommen, wenn sie ein Bea-Produkt einsetzen, wie es bei den anderen Plattformen wie etwa Solaris oder Windows 2000 der Fall ist. Die JVM ist jedoch nur in Verbindung mit einem Supportvertrag erhältlich. Eigentlich vertreibt der Hersteller die Software ohnehin nicht separat, sondern liefert sie kostenlos mit dem Weblogic-Produkt aus. Jrockit 7.0 enthält neuerdings eine Management-Konsole und unterstützt die "Itanium"-Architektur von Intel.

Beas Interesse an Linux ist so neu nicht, denn schon seit 1999 lässt sich der Weblogic Server auf Red Hat betreiben. Allerdings war der Support nicht im gleichen Maße verfügbar. Zudem betrachtet der Hersteller die Vereinbarung mit Red Hat nicht als Exklusivvertrag und arbeitet mit verschiedenen Linux-Anbietern zusammen, darunter auch mit Suse.

Nach Ansicht von Rob Hailstone, Analyst des Marktforschungsunternehmens IDC, versucht Bea mit dem Linux-Deal vor allem, das Geschäft mit kostengünstiger Software anzukurbeln, um die installierte Basis auszubauen. Bisher hatte der Hersteller vor allem Großkunden adressiert, doch große Abschlüsse haben zurzeit bekanntlich Seltenheitswert. Bea reagiert besonders auf den Hauptkonkurrenten IBM, die mit umfangreichem Marketing sowie Bundling-Aktionen die Verbreitung der "Websphere"-Plattform auf Linux ebenfalls vorangetrieben hat. Insgesamt spielt Linux als Applikations-Server-Plattform jedoch noch keine herausragende Rolle: Laut IDC entfielen vergangenes Jahr etwa zwei Prozent aller Installationen auf dieses Betriebssystem, Unix-Derivate machen 62 Prozent aus. (fn)