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28.05.2004 - 

Hersteller übergibt Java-Technik an Apache Group

Bea Systems lockt mit Open Source

MÜNCHEN (as) - Unter dem Projektnamen "Beehive" will Java-Spezialist Bea Systems Teile des Quellcodes seiner Entwicklungsumgebung "Weblogic Workshop" an die Apache Group übergeben. Die Open-Source-Initiative soll neue Programmiertechniken verbreiten und den Verkauf eigener Produkte steigern helfen.

Bis Jahresmitte soll der Bestandteil von Workshop an die Apache Group übergeben werden, den Bea als Application Framework bezeichnet. Dieses bietet ein Metadaten-getriebenes Programmiermodell, das eine schnelle Entwicklung von Web-Anwendungen mit Hilfe einer Reihe neuer, zum Teil noch nicht standardisierter oder herstellerspezifischer Java-Technologien ermöglichen soll. Hierzu zählen die von Bea eingeführten wiederverwendbaren Softwarekomponenten (Controls), das auf dem "Struts"-Projekt der Apache Group basierende Framework "Net IU" sowie die Nutzung von Metadaten (Annotations) für Java Web Services.

Die eigentliche Programmierumgebung von Workshop ist nicht Teil der Abmachung, jedoch bisher erforderlich, um das Framework nutzen zu können. Sie kann als kostenlose Entwicklerversion oder kostenpflichtig zusammen mit dem übrigen Portfolio an Infrastruktursoftware über Beas Entwicklerportal dev2dev bezogen werden. Der Hersteller hofft aber, dass sich mit Beehive Entwickler finden, die zum Beispiel ein Plugin für das Open-Source-Entwicklungs-Framework "Eclipse" schreiben, wie dies bereits für den Weblogic-Server geschehen ist.

Ferner lässt sich das Framework bisher nur mit dem Weblogic-Server verwenden, doch soll zum Projektstart auch der verbreitete Servlet-Container "Tomcat" Workshop-Anwendungen als Laufzeitumgebung verfügbar sein. Java-Server anderer Hersteller werden sich laut Colin Harnwell, Technical Product Manager Zentral- und Osteuropa bei Bea, aber vermutlich nur dann nutzen lassen, wenn auch hier die Open-Source-Gemeinde Plugins für Beehive entwickelt. Vorrangiges Ziel des Projekts sei es aber, neue Kunden für den Weblogic-Server zu gewinnen. Doch manche Marktbeobachter bezweifeln, ob diese Rechnung aufgeht. So glaubt etwa Analyst Shawn Willet von Current Analysis, dass vielmehr der von der Apache Group entwickelte App-Server "Geronimo" der Nutznießer sein und durch das Application Framework an Attraktivität gewinnen könnte.