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20.09.2002 - 

Liquid Data voraussichtlich noch in diesem Jahr

Bea und Intel starten die JVM-Rakete

MÜNCHEN (CW) - Bea stellte die Version 7.0 der Java Virtual Machine (JVM) "Jrockit" für Intel-basierende Server vor. Sie soll dem hauseigenen Applikations-Server "Weblogic" zu einer leistungsfähigen Laufzeitumgebung unter Windows 2000 und Red-Hat-Linux verhelfen. Außerdem beschreitet der Hersteller unter dem Codenamen "Liquid Data" einen neuen Weg in Sachen Suchtechnik.

Jrockit wurde zusammen mit Intel für die 32-Bit-Betriebssysteme Windows 2000 und Red-Hat-Linux "Advanced Server" optimiert und ist pro Plattform in einer Variante für das Java Development Kit (JDK) 1.3.1 und für das JDK 1.4.0 kostenlos für Bea-Kunden erhältlich. Eine Version für den Intel-64-Bit-Chip "Itanium" ist hingegen derzeit nur als "Preview" verfügbar.

Bea erwarb Jrockit Anfang des Jahres vom schwedischen Anbieter Appeal Virtual Machines, um nach eigenen Angaben nicht länger leistungsschwächere JVMs anderer Hersteller für Weblogic nutzen zu müssen. Neben seiner "Hotspot JVM" für Unix-Derivate sieht sich Bea mit Jrockit nun auch für die Wintel- und Linux-Plattformen gerüstet, die allerdings derzeit nur von einem kleinen Teil der Weblogic-Kunden nachgefragt werden.

Zu den Neuerungen in Version 7 zählt, dass Weblogic-Installationen künftig nicht mehr in mehreren Instanzen auf Intel-Maschinen gestartet werden müssen. Der bisher hohe Speicherbedarf sinke dadurch. Zudem wurde die Speicherverwaltung vereinfacht, indem Jrockit nun einen parallelen "Garbage Collector" besitzt und sich Speicherprobleme bereits auf JVM-Ebene lösen ließen. Außerdem ist für die Laufzeitumgebung eine eigene Verwaltungskonsole vorhanden, über die sich das Verhalten Server-seitiger Java-Applikationen überwachen lässt.

Bezüglich Liquid Data geht es dem Hersteller um eine Suchtechnik, die eine Informationsrecherche in diversen Applikationen und Datenbanken erlauben soll. Hintergrund ist, dass unterschiedliche Datenformate die Informationssuche in heterogenen IT-Umgebungen erschweren. So müssen Recherchewerkzeuge sowohl auf E-Mails und Office-Dokumente als auch auf CRM- und ERP-Anwendungen zugreifen und die Resultate in einer einheitlichen Form darstellen können.

Datenbankhersteller bemühen sich seit einiger Zeit, nicht nur strukturierte Tabellendaten, sondern auch unstrukturierte Dokumentformate sowie XML zu verarbeiten und über Suchfunktionen zugänglich zu machen. Mit Bea betritt nun ein Middleware-Spezialist diese Arena. Liquid Data soll es beispielsweise einem Call-Center-Mitarbeiter ermöglichen, sich über das Suchkriterium "Kundenname" alle im Unternehmen verteilten Daten über den Kunden am Bildschirm präsentieren zu lassen. Mit Liquid Data werden Abfragen in der Xquery-Spezifikation formuliert; die Resultate stellt das System im XML-Format zur Verfügung. Die Suchergebnisse können daher nicht nur einem Endbenutzer angezeigt, sondern auch an Applikationen weitergereicht werden.

Derzeit laufen bei Bea intensive Tests, voraussichtlich noch in diesem Jahr soll Liquid Data auf den Markt kommen. Es handelt sich dabei um eine J2EE-Applikation, die auf der Weblogic-Plattform läuft.

Konkurrenz schläft nicht

Auch IBM, Beas schärfster Konkurrent bei Applikations-Servern, arbeitet an universellen Suchmechanismen ("Federated Search"). So stellte der Anbieter vor einigen Wochen ein neues Release der Dokumenten-Management-Umgebung "Content Manager" vor, das eine Recherche in hauseigenen Repositories und den Datenspeichern von Drittherstellern erlaubt. Im Gegensatz zu IBM, Oracle und Microsoft verfügt Bea weder über Datenbank- noch Content-Management-Produkte und könnte mit seinem Middleware-Suchsystem als neutraler Anbieter auftreten. (as/fn)

Palm kooperiert jetzt auch mit Bea

Palm hat eine weitere strategische Partnerschaft mit einem Middleware-Hersteller geschlossen. Nachdem man vor einem Monat die Zusammenarbeit mit IBM bekanntgegeben hatte, will der Handheld-Pionier nun auch mit Bea im Unternehmensumfeld kooperieren.

Ziel ist die Bereitstellung einer Web-Service-Infrastruktur, in der die Palm-OS-Handhelds als Endgeräte fungieren. Palms eigene Middleware "Reliable Transport Architecture" soll in Beas Weblogic Server 7.0 integriert werden. Auf der Basis synchroner und asynchroner Kommunikationsmechanismen soll es möglich sein, sowohl über Online-Verbindungen als auch offline auf Unternehmensanwendungen zuzugreifen. Als Entwicklungsplattformen kommen sowohl Java als auch C++ in Frage. Um XML-Nachrichten zu senden und zu empfangen, benötigen Palm-PDAs ein Reliable-Transport-Modul, einen XML-Parser, eine Soap-Engine sowie bei Bedarf eine Java Virtual Machine (JVM). Im ersten Quartal 2003 soll die Software verfügbar sein.