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12.12.2003 - 

Umsatzmilliarde im Visier

Bechtle kauft Schweizer ARP Holding

MÜNCHEN (CW) - Die Bechtle AG, Deutschlands größtes börsennotiertes IT-Systemhaus, ist weiter auf Einkaufstour. Die Schwaben übernehmen zum 1. Januar 2004 sämtliche Anteile an der Schweizer ARP Holding AG.

Bechtle wird eigenen Angaben zufolge einen Teil des Kaufpreises, über den Stillschweigen vereinbart wurde, mit der Ausgabe von einer Million neuer eigener Aktien an die ARP-Anteilseigner begleichen. Damit wolle man, wie Vorstandschef Gerhard Schick am Dienstag dieser Woche bei der Vertragsunterzeichnung erklärte, durch eine entsprechende Erhöhung des Free Floats der Bechtle-Papiere zugleich die Ambitionen auf eine mittelfristige Aufnahme in den Tecdax untermauern.

Weitaus bedeutsamer als das verbesserte Standing auf dem Börsenparkett dürfte für das Bechtle-Management jedoch der Ausbau der eigenen Martktposition sein. Die ARP-Gruppe gilt als einer der größten europäischen Anbieter von Computern und DV-Zubehör für Geschäftskunden. Für 2003 erwartet ARP dem Vernehmen nach einen Umsatz von umgerechnet rund 155 Millionen Euro sowie ein Vorsteuerergebnis von über fünf Millionen Euro. Damit stärke man die Marktstellung in Österreich und der Schweiz "erheblich", betonte Bechtle-Chef Schick. Die Marke ARP solle fortgeführt werden; der Abbau von Mitarbeitern sei nicht vorgesehen, hieß es weiter.

Zusammen mit ARP will Bechtle im kommenden Geschäftsjahr 2004 die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro durchbrechen. Für die ersten neun Monate 2003 hat Bechtle Einnahmen von 562 Millionen Euro und einen Gewinn vor Steuern von 16,9 Millionen Euro ausgewiesen. Der Kauf von ARP ist bereits die sechste Akquisition in diesem Jahr. Erst im März hatten die Schwaben die Mehrheit an der PSB AG übernommen, vor wenigen Wochen hatte man das in Kassel ansässige Systemhaus IMA geschluckt. (gh)