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20.06.1986

Bedarf und Kompetenz - wie die Faust aufs Auge

Über Informatikkenntnisse des Ingenieurs ist bisher hauptsächlich bekannt, daß er sie haben sollte. Licht in diese Grauzone wollen daher Bildungs- ein Markforschungseinrichtungen bringen, wie etwa das Kuratorium der deutschen Wirtschaft für Berufsbildung in Bonn (siehe CW Nr. 11 vom 14. März 1986, Seite 50). Denn die Fortschritte der Informatik und der damit einhergehende technische Wandel beeinflussen das Ingenieurwesen in immer stärkerem Maße. Ständig wird deshalb in der bildungspolitischen Diskussion gefordert, die Ausbildung des Ingenieurs um Grundlagenkenntnisse etwa in elektronischer Datenverarbeitung sowie computerunterstützten Verfahren zu ergänzen und vor allem für wissenschaftliches Lehrpersonal Sorge zu tragen (siehe auch Gastkommentar in dieser Ausgabe, Seite 8).

Die bisherige Kompetenz der Universitäten bei der Ausbildung, so scheint es Beobachtern, paßt dem Bedarf der Wirtschaft nach frischgebackenen Informatikexperten - sei es mit dem Diplom oder dem Abschluß als Ingenieur - wie die Faust aufs Auge. Was liegt nicht alles in der Informatikausbildung deutscher Hochschulen im Argen: Nach Aussagen einer GI-Initiativgruppe steht die Informatik in Forschung und Lehre wegen fehlendem Personal, Equipment und Raum kurz vor dem Kollaps (CW Nr. 36 vom 6. September 1985, Seite 38), neben gravierenden didaktischen Mängeln hapert es an der Vermittlung von Eigenschaften wie Teamfähigkeit, die die "Führungskräfte wenigstens in den mittleren Etagen" dringend benötigen (CW Nr. 13 vom 28. März 1986, Seite 8) und Studenten schlagen wegen hoher Durchfallsquoten "dank Überlastung" der Studienkapazitäten Alarm (CW Nr. 23 vom 6. Juni 1986, Seite 1).

Obwohl als zukunftsbestimmende Basis erkannt, wurde der Informatik auch im Bildungskanon der Ingenieurwissenschaften vom Kultusministerium noch kein entsprechender Stellenwert zuerkannt. lo