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28.02.1975 - 

DFÜ-Netz bei der Technischen Hochschule Darmstadt

Bedarfs-Nachweis für Bildschirm-Terminals

DARMSTADT - Um den Bedarf an Terminals in einem geplanten Datenfernverarbeitungs-System zu ermitteln ging die Technische Hochschule in Darmstadt einen neuen Weg: nicht der einzelne Fachbereich diente als Zuordnungsgröße für die Terminal-lnstallation, sondern die effektiv verbrauchte Rechenzeit des zukünftigen Teilnehmers auf dem installierten Großsystem IBM/370-168.

Zusätzliches Kriterium für die Festlegung der Installations-Punkte war der räumliche Zusammenhang der einzelnen Institute und die Entfernung vom Rechenzentrum. So entschied man sich in Darmstadt for die Schaffung von fachneutraler Benutzer-Zentren.

Ausgangspunkt der Überlegungen war, daß die Verarbeitungsmöglichkeiten eines Großrechners nur dann voll genutzt werden können, wenn Terminals zur Verfügung stehen, die den Kontakt zwischen den Benutzern und dem Computer herslellen .

Bei der Auswahl der Terminals stellten die DV-Planer der TH folgende Anforderungen:

- günstiges Preis-/Leistungsverhältnis

- Verträglichkeit mit dem vorhandenen Rechner

- Software-Kompatibilität

- Flexibilität in bezug auf die Wünsche der Benutzer.

Da der Rechner und die DFÜ-Software fest vorgeqebene Größen waren, hatte neben Kostengesichtspunkten besonders die Einfachheit der Bedienung hohe Priorität Hochschulen müssen mit begrenzten Mitteln auskommen und Studenten sind nun mal keine EDV-Profis. Darüber hinaus wurde von den untersuchten Terminals die Anschlußmöglichkeit für einen Drukker gefordert.

Nach einer Testphase von drei Monaten entschied sich die TH Darmstadt für Peripherie-Geräte von Teleprint. In den Benutzer-Zentren kommen insgesamt 41 Teleprint Bildschirm-Terminals Modell VT 5600 mit einer Anzeigenkapazität von 1920 Zeichen (24 Zeilen mit 80 Zeichen) zum Einsatz.

Es handelt sich um passive, vom Computer völlig abhängige Terminals.

Intelligente Terminals haben zwar den Vorteil, daß bei einem Computerausfall mit dem off line-Programm weitergefahren werden kann, die Entscheidung, ob man aktive (intelligente) oder passive Terminals einsetzen soll ist aber letzlich ein Preis- und damit auch Kostenproblem .

Zusätzlich zu den 41 Bildschirm-Terminals, die über zwei IBM-Steuereinheiten 3705 an den Hauptrechner angeschlossen sind, sollen 10 Teleprint-Magnetdrucker Modell 6000 mit 120 Zeichen/Sekunde und 15 Teletypes Modell 390 KSR in den Benutzer-Zentren der TH installiert werden.

Mit dem Einsatz des Verbund-Systems soll erreicht werden, daß die Studenten von ihrem Arbeitsplatz aus jederzeit Zugang zum Rechner haben: Bleibt abzuwarten, ob sich die flexible Zuordnung der Displays ohne fachlichen Bezug in der Praxis bewähren wird.