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18.04.1995

Bedenken gegen Einfuehrung von Microsofts Windows 95 zurueckgestellt US-Regierung legt Gates keine Steine in den Weg

MUENCHEN (CW) - Das US-Justizministerium (DOJ) wird vor dem 24. August 1995 keine Rechtsmittel gegen Microsoft einlegen. Damit steht der Markteinfuehrung von Windows 95 nichts mehr im Wege. Das DOJ machte allerdings auch deutlich, dass trotz dieser Entscheidung die Untersuchungen gegen Microsoft wegen moeglicher wettbewerbsrechtlicher Verstoesse nicht eingestellt seien.

Die Justizbehoerde prueft nach den vorliegenden Informationen weiterhin, ob die Gates-Company Zugriffssoftware fuer das Microsoft Network (MSN), die in Windows 95 integriert ist, wieder aus dem Betriebssystem ausgliedern muss. Konkurrierende Online- Dienstleister wie America Online, Prodigy und Compuserve argumentieren, Microsoft verschaffe sich, indem es die Software in das erwartbar millionenfach erfolgreiche Windows 95 integriere, einen ungebuehrlichen Wettbewerbsvorteil fuer seinen MSN-Online- Dienst.

Ausserdem untersucht das DOJ, ob es gegen Wettbewerbsrecht verstoesst, dass Microsoft eine Browser-Software mit Windows 95 ausliefert. Mit solch einem Such- und Filter-Programm soll es Anwendern leichter gemacht werden, im World Wide Web zu navigieren.

Die Online-Konkurrenten machten gute Miene zu der DOJ- Entscheidung. Es sei sehr ermutigend, dass die Behoerde die Untersuchungen fortfuehren wuerde: "Es sieht so aus", aeusserte Compuserve-Sprecher Pierce Reid weiter, "als ob das DOJ seine Strategie wasserdicht machen will."

Der Kurs der Microsoft-Aktien stieg nach Bekanntwerden der DOJ- Entscheidung um 4,3 Prozent auf 97,5 Dollar.

Microsoft hat jetzt auch seine Gebuehrenstruktur fuer den MSN- Online-Dienst bekanntgegeben (vgl. Kasten). Die Gates-Company wird den Service deutlich teurer anbieten, als erwartet worden war. Ausserdem begrenzt der Software-Anbieter die Mitgliederzahl fuer MSN zunaechst auf 500000 Teilnehmer. Damit will das Unternehmen offensichtlich vorsorglich verhindern, dass eine ueberwaeltigende Zahl von MSN-Benutzern die Servicekapazitaeten von Microsoft ueberfordert und das MSN ueberstrapaziert.