Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.08.1976 - 

Schadenskalkulation der Versicherungen

Bediener sind das größte Risiko

GENF - Das Problem der Sicherheit von DV-Anlagen und das damit verbundene Risiko potentieller wirtschaftlicher Verluste wird im allgemeinen fast gänzlich verkannt", stellt die "Internationale Vereinigung für das Studium der Versicherungswirtschaft" (Genf) fest. In einer von Diebold Europe für die Vereinigung durchgeführten Studie über Art und Bedeutung wirtschaftlicher Verluste durch Benutzung von elektronischen Rechenanlagen (nicht tatsächlich, auch nicht größtmögliche, sondern wahrscheinlich eintretende Schäden), werden Bedienungsfehler mit einem Anteil von 42 Prozent an den erwarteten Gesamtverlusten als größter Risikofaktor angesehen. Auf Hardwareprobleme würden nach der Studie 33 Prozent des Risikos entfallen, auf fehlerhafte Arbeitsmethoden (Programmierung und Auswertung) 15 Prozent und auf sonstige Ursachen auf sonstige Ursachen einschließlich Betrug und Sabotage 10 Prozent.

Die 1974 von 25 großen europäischen Versicherungsgesellschaften - aus Deutschland ist beispielsweise die Allianz Mitglied - gegründete Genfer Vereinigung soll die Brücke zwischen Wissenschaft und Versicherungspraxis schlagen. Sie vergibt dazu Forschungsaufträge. Zu den fünf Hauptthemen, mit denen sich die Vereinigung befassen soll, gehören "Die Wirkungen der Technologie auf die Versicherung".

Keine Abhilfe vor 1980?

Bis Anfang der 80er Jahre werden- so ein Ergebnis aus der Studie "keine vorbeugenden Maßnahmen und Mittel für die Bestimmung und Behebung von Störungen im EDV-Bereich zur Verfügung wird die Summe der möglichen Schäden im Zusammenhang mit Datenverarbeitung auf etwa 6,6 Milliarden Mark jährlich geschätzt.

Die "jährliche Schadenserwartung in Europa" beträgt nach der Studie der Genfer Vereinigung, die die Zeit bis 1980 berücksichtigt, bei

Schadensgrößenordnungen von jeweils rund 200 Millionen Mark seien bei der Prozeßsteuerung in Raffinerien, der automatischen Abwicklung von Bankgeschäften und durch EDV-Fehler in medizinischen Labors zu erwarten. Die Einzelschäden könnten im Bereich der Unternehmensführung durch Umsatz und Kundenverluste bis zu 4 Millionen Mark, bei Betriebsstörungen bis zu 28 Millionen Mark reichen.