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15.06.2001 - 

UMTS: Offizielle Stellungnahme der RegTP

Begrenzte Kooperationen erlaubt

MÜNCHEN (CW) - Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat die Zusammenarbeit der Mobilfunkanbieter beim kostspieligen Aufbau des deutschen UMTS-Netzes in einem begrenzten Rahmen erlaubt. Eine gemeinsame Nutzung des Kernnetzes ist dagegen nicht mit den Lizenzbedingungen vereinbar.

Grundstücke, Masten, Antennen, Kabel und Basisstationen können die Carrier gemeinsam einrichten und nutzen, ohne damit den UMTS-Lizenzbestimmungen in die Quere zu kommen. Auch beim Roaming, dem Telefonieren eines Kunden über das Netz eines anderen Betreibers, besteht laut RegTP-Präsident Mattias Kurth die Möglichkeit, Partnerschaften einzugehen. Eine gemeinsame Nutzung des Kernnetzes MSC (Mobile Switching Center) ist laut RegTP dagegen nicht mit den geltenden Vergabebedingungen vereinbar.

Die Entscheidung der Regulierungsbehörde stellt also nichts fundamental Neues in der Diskussion um die UMTS-Kooperationen dar, was Kurth auch explizit betonte. Es sei sogar erwünscht, Standorte und Antennen zwischen Mobilfunkunternehmen gemeinsam zu planen und zu nutzen, da sich die Anzahl der Standorte dadurch begrenzen lasse. Nun kämen lediglich ein paar Elemente des Zugangsbereichs hinzu.

Auch hinsichtlich des Zeitplans zum deutschen UMTS-Netzaufbau gab sich Kurth gelassen. Bis Ende 2005 sei noch genug Zeit, um den geforderten Versorgungsgrad von 50 Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Nur acht Prozent der Fläche des Bundesgebietes seien mit einem eigenen Netz abzudecken, der Rest könne durch Roaming-Abkommen ergänzt werden.

Mit der offiziellen Genehmigung des Infrastruktur-Sharing können vor allem die kleineren TK-Anbieter aufatmen, die sich von Kooperationen eine Entlastung von den enormen Kosten für den Netzaufbau erhoffen. Mobilcom, einer der insgesamt sechs Lizenzinhaber in Deutschland, bezeichnete die Entscheidung der RegTP daher als "volks- und betriebswirtschaftlich sinnvoll und umweltpolitisch angebracht".

Experten schätzen die Kosten für den Aufbau eines kompletten UMTS-Netzes in Deutschland auf rund zehn Milliarden Mark pro Anbieter. Alle Carrier sind schon jetzt hoch verschuldet. Durch den gemeinsamen Netzaufbau lassen sich nach vorläufigen Branchenschätzungen Kosten von bis zu vier Milliarden Mark einsparen.