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21.10.1983 - 

STC löste WMF-Peripherie-Problem:

Bei Ausbau alten Kostenrahmen gehalten

GEISLINGEN (pi) - Den Einsatz von Mixed Hardware praktiziert die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen/Steige seit rund zehn Jahren. Bei den Zentraleinheiten allerdings hält WMF nach wie vor IBM die Treue. Bei einem CPU-Wechsel wurde nun auch erweiterte Peripherie fällig.

Bis Ende 1982 arbeiteten die WMF-Datenverarbeiter mit zwei Rechnern IBM 370-158, ausgerüstet mit vier und fünf Megabytes Hauptspeicher. Im Dezember 1982 erfolgte die Ablösung eines der beiden Systeme durch das System IBM 3081 G in erster Linie wegen des zunehmenden Dialogverkehrs in den Fachbereichen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schwaben 24 Wechselplatten mit 200 MB, sechs Festplatten a 317 MB und acht Bandeinheiten von Memorex im Einsatz. Jedoch erkannte man frühzeitig, daß sich bei einem derartigen Großrechner auch die Peripherie zwangsläufig verändern muß.

"Zum damaligen Zeitpunkt war Storage Technology der einzige Mitbewerber, der neben IBM die neuen Plattenlaufwerke vom 3380-Typ anbieten konnte. Die Preisdifferenz zwischen beiden Herstellern, bezogen auf eine von uns in Aussicht genommene Plattenkapazität, war erheblich", berichtet Gustav Knörzer, Abteilungsdirektor und verantwortlich für den Bereich Datenverarbeitung. Im Laufe des Jahres 1982 konkretisierten sich dann im Rahmen einer Teamarbeit mit IBM die Vorstellungen über die Verteilung der Dateien.

Dabei stellte sich heraus, daß für die Dateistruktur der WMF kleinere Laufwerke als die IBM 3380 und dafür eine größere Anzahl von Vorteil sind. "Wir haben fairerweise die bei uns über ein Jahrzehnt vorhandenen Geschäftsbeziehungen zu Memorex genutzt, um von dort ein entsprechendes Angebot über eine Gesamtkapazität von 11,4 Gigabytes, verteilt auf IBM 3350 kompatiblen Plattenspeichern mit dazugehörigen

Controllern zu erhalten. Memorex war damals jedoch nicht in der Lage, zu vergleichbaren Konditionen die entsprechende Peripherie zu liefern." Nachdem nun Memorex und IBM aus dem Rennen waren, entschied sich die DV-Leitung für acht Magnetbandeinheiten der Serie 4500 mit integrierter Steuereinheit und zehn Magnetplattenwerke 8360 und vier Doppellaufwerke 8650 mit fünf Doppel-Steuereinheiten von STC. Damit hatte WMF zusätzlich zu den drei Impact-Druckern STC 1800 das Hauptkontingent der Peripherie von einem Hersteller.

Die Umstellung der Peripherie erfolgte Anfang Oktober 1982; die Installationsphase von STC war Mitte November 1982 abgeschlossen.

Die wesentlichen Kriterien, die zugunsten von STC entschieden, waren:

- Preisvorteile,

- die einheitliche Betreuung der gesamten Großrechnerperipherie angefangen von den ehemaligen Documation-Druckern Impact 1800 über die Band- und Plattenlaufwerke,

- die Stationierung eines Technikers im Hause,

- die schnelle Lieferbereitschaft und Ablösung der vorhandenen Memorex-Peripherie noch vor der 3081-Installation ohne Kostennachteile für die WMF. Die Geislinger konnten jetzt bereits in dieser Phase genügend Erfahrungen mit den neuen Laufwerken sammeln und darüber hinaus die gesamten Umstellungsarbeiten vorbereiten, nämlich Dateien

von 200 MB Laufwerken auf andere Formate der 3350-kompatiblen Einheiten umsetzen.

Die Ablösung einer IBM 370-158 durch ein System 3081 mit einer gleichzeitigen Aufstockung der peripheren Speicher von 6,7 auf nunmehr 11,4 Gigabytes war nach Körzers Meinung nut durch langfristige Leasingverträge möglich. Eine der 370-158-Anlagen stand weit über den geplanten Leasingzeitraum von fünf Jahren hinaus bei WMF im Einsatz. Der Leasingvertrag für die 3081 konnte daher über einen Zeitraum

von acht Jahren abgeschlossen werden. Durch die günstigen Konditionen, die WMF mit STC aushandeln konnte, blieb die Gesamtkonfiguration bei Abschluß der Verträge im gleichen Kostenrahmen wie die bisherige Gesamtinstallation.

"Wir können heute registrieren, daß wir bei einer unverhältnismäßig großen Steigerung unserer Kapazität mit diesem Rechnersystem und den neuen Peripherieeinheiten gegenüber den ausgetauschten Geräten heute sogar eine Kostenreduzierung um rund 300000 Mark pro Jahr zu verzeichnen haben, dank des zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung günstigeren Kapitalmarkt- und Zinsniveaus", sagt Knörzer.