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Prüfsysteme arbeiten nicht fehlerfrei


28.09.1990 - 

Bei den GOISIP-Testsystemen gibt es noch Probleme mit der Konformität

GAITHERSBURG (IDG) Vorsicht ist nach Ansicht von Fachleuten bei Produkten angebracht, die dem neuen GOSIP-Standard entsprechen: Die Konformität-Prüfsysteme arbeiten nicht fehlerfrei. Es besteht keine Garantie, daß alle Spezifikationen erfüllt sind.

Das Government Open System Profil (GOSIP) wurde vom National Institute of Standards and Technology (NIST) initiiert. Basierend auf dem OSI-Modell hat die Vereinigung Spezifikationen für X.400 zusammen mit FTAM erarbeitet. Die GOSIP-Version 1 definiert die Schnittstellen für X.400-MHS-Systeme, FTAM-Software, Ethernet-, Token-Bus- und Token-Ring-LANs sowie bei X.25-Equipment.

Im August 1988 wurde GOSIP in den USA als Federal Information Processing Standard unter der Nummer PUB 146 registriert. Zuerst empfahl die US-Regierung den Behörden, beim Kauf von Mainframes und Minis auf GOSIP-Konformität zu achten. Seit August 1990 ist der Standard jedoch zwingend für Host-Systeme vorgeschrieben.

Mit den Konformitätstests hat das Standardisierungsinstitut noch Schwierigkeiten. "Wir haben uns der Testproblematik erst spät gewidmet", sagt Kevin Mills, Chef der Systems and Architectur Division beim NIST. Außerdem habe die Organisation mit mehr Initiative der OSI-Industrie gerechnet. Nur wenige reagierten auf den Ruf des NIST, abstrakte Testfolgen zu liefern. Dazu gehörten das europäische Open Systems Testing Consortium, die beiden internationalen Standardisierungsgremien CCITT und IEEE sowie die Corporation for Open Systems.

Die abstrakten Routinen bilden die Basis aller GOSIP-Konformitäts-Prüfsysteme. Bisher kann jedoch keine Testfolge ein GOSIP-Produkt vollkommen auf Konformität prüfen. Erst Ende 1991 wird mit fehlerfreien und vollständigen Systemen gerechnet. Trotzdem meint Mills: "Bis Mitte November haben wird ein Testsystem, wie fehlerhaft es auch sein mag."

Dann wird NIST auch die Testlabors ausgewählt -haben, die offiziell Konformitätstests durchfuhren dürfen. Neben IBM versuchen unter anderem HP sowie die Corporation for Open Systems (COS), die Prützulassung zu erhalten. Hat ein Produkt in diesen Labors den Test erfolgreich durchlaufen, wird es von NIST als GOSIP-konform anerkannt. Solange die Testsysteme nicht vollständig sind, empfiehlt NIST, mit dem Hersteller einen Vertrag über eventuell erforderliche Nachbesserungen abzuschließen.