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05.09.1997 - 

Gesteigerte Popularität kostet 30 Millionen Mark

Bei der Expo 2000 sticht Baan die SAP aus

Unternehmen, die vertriebsmäßig und PR-technisch von der "Expo 2000" profitieren wollen, haben zwei Möglichkeiten: Als Produktpartner der Expo 2000 GmbH, Hannover, sichern sie sich das Recht, das Logo der Veranstaltung für Kommunikationszwecke zu nutzen und sich auf der Weltausstellung in Hannover darzustellen. Dafür steuern sie zehn Millionen Mark zum Budget des Mega-Events bei. Dreimal soviel zahlt, wer sich Weltpartner nennen und Exklusivlieferant in einem eingegrenzten Produktbereich werden will.

Mit Siemens-Nixdorf sowie der Deutschen Telekom hat die Expo 2000 GmbH schon zwei Unternehmen aus dem Sektor Informations- und Kommunikationstechnik als Weltpartner gewonnen. Der Datenbanklieferant Informix hingegen ließ es bei einer Produktpartnerschaft bewenden.

Auch die SAP AG, Walldorf, sah eigenen Angaben zufolge keinen Grund, mit Hilfe des Marketing-Instruments Weltpartnerschaft ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Allenfalls wäre der Standardsoftware-Anbieter eine Produktpartnerschaft mit dem Expo-Veranstalter eingegangen.

Anders die Baan B.V. mit Sitz im niederländischen Putten sowie in Menlo Park, Kalifornien. Das vor allem als Produktionsplanungs- und -steuerungsspezialist bekannte Software-Unternehmen witterte die Chance, mit Hilfe der Weltausstellung zu beweisen, daß sich seine Standardapplikationen nicht nur für Fertigungsunternehmen eignen, sondern auch im administrativen Bereich mit der Konkurrenz aus Walldorf Schritt halten können.

Wie Christian Warsch, DV-Verantwortlicher der Expo 2000 GmbH, bestätigt, waren die Softwareprodukte beider Anbieter "in der Summe" vergleichbar. Das internationale Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner Group habe im Auftrag des Expo-Veranstalters herausgefunden, daß zwar die SAP beim Rechnungswesen vorn liege, aber Baan besser mit dem Multiprojekt-Management zurechtkomme.

Ausschlaggebend war also die Bereitschaft der Niederländer, 30 Millionen Mark für eine Weltpartnerschaft auszugeben. Ein Teil dieser Summe wird als Entgelt für Softwarelizenzen und Dienstleistungen in die Kassen des Anbieters zurückfließen. Geplant ist der Einsatz des integrierten Pakets "Baan IV" für die allgemeine Verwaltung, für Ein- und Verkauf, für Personalzeiterfassung und Personalwirtschaft, für Finanzen, Rechnungswesen und Controlling sowie für ein Management-Informationssystem und die Projektverwaltung. Nach Baan-Angaben werden sich die dafür in Rechnung gestellten Zahlungen aber in keinem Fall auf mehr als die Hälfte des Sponsoring-Betrags belaufen.