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07.06.1996 - 

Börsengang 1998 und Auslandsmärkte im Visier

Bei der Transtec AG stand 1995 im Zeichen der Restrukturierung

Der Jahresüberschuß 1995 des Unternehmens betrug 490000 Mark gegenüber rund zwei Millionen Mark, die noch im Vorjahr bilanziert werden konnten. Obwohl das Ergebnis letztmalig durch umfassende Restrukturierungsmaßnahmen beeinflußt wurde, verbesserte sich der Jahresüberschuß im Tübinger Stammhaus Transtec AG gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Millionen Mark auf 2,3 Millionen Mark. Die Unternehmensgruppe mit der Transtec AG und fünf Tochtergesellschaften im europäischen Ausland hat im vergangenen Jahr vor allem aufgrund besserer Geschäfte im Ausland ihren Umsatz steigern können, hieß es auf der Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart. Im Inland hingegen nahmen die Erlöse um 2,5 Prozent ab.

Die Schrumpfung des Gewinns aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (im Geschäftsjahr 1994 kam man noch auf 3,2 Millionen Mark) auf knapp eine Million Mark wurde mit Umbaumaßnahmen zur Vorbereitung der Börseneinführung begründet - alles in allem Kosten, die mit 3,3 Millionen Mark zu Buche geschlagen haben. So wurden nach Transtec-Angaben Tochtergesellschaften zusammengelegt, der noch aktivierte Firmenwert kräftig abgeschrieben und Personal abgebaut.

Umsatz pro Mitarbeiter konnte gesteigert werden

Gegenwärtig hat Transtec 180 Beschäftigte, davon 130 in der Zentrale in Tübingen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist, wie es weiter hieß, im ersten Quartal 1996 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent zurückgegangen.

Die Konsolidierung ist nun aber, so der Transtec-Vorstand, abgeschlossen. In diesem Jahr soll der Umsatz auf 160 bis 180 Millionen Mark erhöht werden. Entscheidendes Kriterium für ein weiteres Wachstum sei, wie der Vorstandsvorsitzende der Transtec AG, Bernhard Bruscha, erklärte, die "Ertragsrelevanz" des im Juni 1995 etablierten Programmes "Refocus" (Reorganisation for Customer Satisfaction), in dessen Rahmen die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens optimiert wurde. So ließ sich bereits 1995 der Umsatz pro Mitarbeiter von 680000 auf fast 770000 Mark steigern - ein Effekt, der sich im aktuellen Geschäftsjahr verstärkt auswirken soll.

Der auf hochwertige DV-Komponenten im professionellen Markt spezialisierte Direktanbieter (vor allem vernetzte PCs und Workstations) erweiterte sein Angebot um die Systemplattform Windows NT , ein Marktsegment, das laut Marketing-Vorstand Michael Dressen bereits 1996 über ein Drittel des Client-Server-Marktes bestimmen wird. Geschäftsperspektiven sieht der Transtec-Vorstand insbesondere auch in der weiteren Expansion im Ausland. Dem erfolgreichen Beispiel der bereits 1985 gegründeten Schweizer Tochter folgend, ist das Unternehmen heute auch in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Österreich aktiv. In Deutschland habe man, so Vorstandschef Bruscha, im bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres den konjunkturellen Gegenwind gespürt. Ziel sei es daher, zumindest das Niveau von 1994 wieder zu erreichen.