Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.08.2003 - 

Losgelöst von der Krise

Bei Ebay ist weiterhin kein Limit in Sicht

MÜNCHEN (CW) - Für den Internet-Marktplatz Ebay könnte es kaum besser laufen: Das vergangene Quartal wurde mit einem Rekordgewinn abgeschlossen, der Umsatz hat sich fast verdoppelt, und der Aktienkurs ist so hoch wie vor dem Dotcom-Crash.

Kaum ein Unternehmen kann dem Auktionshaus Ebay gegenwärtig bei den Wachstumsraten das Wasser reichen. Die Company setzte im zweiten Quartal insgesamt 509 Millionen Dollar um, wovon zwar knapp 100 Millionen Dollar auf eine Übernahme zurückzuführen sind, was aber dennoch ein neuer Firmenrekord ist. Im gleichen Berichtszeitraum des Vorjahres hatte Ebay noch 266 Millionen Dollar eingenommen. Noch größer ist der Zuwachs beim Nettogewinn, der sich, verglichen mit dem zweiten Quartal 2002, von 54,3 Millionen auf 109,7 Millionen Dollar verdoppelte. Mit dem Ergebnis von 33 Cent je Aktie konnte das Unternehmen die offiziellen Erwartungen der Wallstreet um zwei Cent übertreffen. Die Analysten und Investoren zeigten sich dennoch unzufrieden mit den Zahlen, wohl weil sie insgeheim noch mehr erwartet hatten. Billig sind die Papiere des Unternehmen schließlich nicht mehr: Innerhalb eines Jahres hat sich der Aktienkurs verdoppelt, auch kostet das Ebay-Papier mit etwa 110 Dollar inzwischen wieder so viel wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Daher entschied der Verwaltungsrat von Ebay, die Aktien Ende August im Verhältnis zwei zu eins zu splitten, um sie zumindest optisch günstiger erscheinen zu lassen.

Als würdigen Abschluss eines Rekordquartals setzte das Unternehmen die Prognosen für das Gesamtjahr herauf - wenn auch nur minimal. Auf der Einnahmenseite werden jetzt 2,08 Milliarden Dollar angepeilt, der erwartete Gewinn pro Aktie wurde um fünf Cent auf 1,31 Dollar heraufgesetzt. Als zusätzliche Umsatzquelle will Ebay künftig die Versteigerer angehen: Um bei Suchanfragen von Interessenten möglichst weit oben auf der Trefferliste zu erscheinen, sollen sie einen Obolus an das Auktionshaus entrichten. Zudem erhofft sich die Company eine größere Nachfrage in Europa - anders als bei der gesamtwirtschaftlichen Situation kann Deutschland sogar als Vorbild dienen: Der Umsatz kletterte hierzulande im zweiten Quartal um 133 Prozent. (ajf)

Abb: Ungebremstes Wachstum

In diesen mageren Zeiten können sich Ebays Nettogewinne sehen lassen. Quelle: CW