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24.05.1991 - 

Personal Computer von Dell erhalten Höchstnoten

Bei einer User-Umfrage in USA schneiden IBM-PCs schlecht ab

MÜNCHEN (CW) - Die PS/2-Kunden von IBM sind mit den Leistungen ihrer Rechner nicht sonderlich zufrieden.

Zu diesem Ergebnis kamen die Marktbeobachter der kalifornischen J. D. Power & Associates nach einer Befragung von mehr als 2200 kleinen und mittleren Unternehmen. Rechner von Dell und Apple dagegen stehen besonders hoch in der Gunst der Anwender. In den USA hat die Umfrage Aufsehen erregt, da die Marktforscher einen guten Ruf haben.

Ihre Ergebnisse gelten daher als hervorragendes Verkaufsargument und werden in großangelegten Anzeigenkampagnen verwertet. Einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" zufolge sieht J. D. Power III, Präsident des Marktforschungsunternehmens, direkte Parallelen zwischen der Automobil- und der PC-Branche. Beide böten "Fetisch-Produkte" an, die teuer seien und über einen Wettlauf von Leistungsdaten vermerktet würden.

Die Analysten benutzen für ihre Umfragen ein Bewertungsschema, bei dem ein Basiswert von 100 Punkten als industrieller Mindeststandard angesetzt wird. In die sich daraus ergebende Hitliste werden nur Unternehmen aufgenommen, die diesen Wert überschreiten. Nach diesem Kriterium fiel die IBM mit ihrem PS/2-Rechner glatt aus der Wertung und mit ihr so namhafte PC-Hersteller wie Tandy, AT&T, NCR und Zenith.

Spitzenreiter in der Zufriedenheits-Skala wurde die Dell Computer Corp. mit 125 Punkten, dicht gefolgt von Apple (124). Den dritten Rang belegte die AST Research Inc. mit 117 Punkten. Hewlett-Packard und Everex Systems erreichten 117 beziehungsweise 114 Punkte. Compaq landete gemeinsam mit Compu-Add auf Platz sechs. Epson, Toshiba und NEC rutschten mit 104, 103 und 101 Punkten gerade noch in die Wertung.

Das besondere an Sieger Dell ist der Umstand, daß dieser Hersteller seine Systeme nicht über ein Händlernetz vermerktet, sondern ausschließlich im Direktvertrieb. Offensichtlich haben die Zusatzangebote Dells in Sachen Hotline-Unterstützung und Wartung die Kunden überzeugt. Die Dell-Werbeabteilung wird ihren "Sieg" ab sofort in einer breit angelegten Werbekampagne ausschlachten, in der auch der Name des Marktforschungshauses Power auftauchen wird. Der Name Power darf aber nach US-Wettbewerbsrecht nur in den Anzeigen der Unternehmen auftauchen, die an der Spitze der Marktforschung liegen oder in einzelnen Kategorien einen Spitzenplatz einnehmen.