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31.10.1986 - 

Telecom-Carrier kauft DV-Leasinggesellschaft:

Bei Greyhound gibt jetzt Bell Gas

PHILADELPHIA (ujf) - An die Bell Atlantic Corp., Philadelphia (Pennsylvania), hat der Greyhound-Konzern seine Computerleasing-Tochter, die Greyhound Capital Corp., Phoenix (Arizona), verkauft. Das Unternehmen ist nach Sorbus die zweite Akquisition des Telecom-Carriers im DV-Markt.

Nicht nur im Fremdwartungsgeschäft, sondern auch in der Sparte Leasing/Brokerage will sich die Bell Atlantic, als eine der sieben regionalen Telefongesellschaften für einen Teil der Ostküste zuständig, etablieren. Seit der Sorbus-Übernahme im vergangenen Jahr ist das Bell-Unternehmen bereits größter Third-Party-Maintenance-Anbieter der USA. Die jetzt geschluckte Greyhound Capital Corp. ist deren eigenen Angaben zufolge mit 200 Millionen Dollar Jahreseinnahmen die Nummer 5 im amerikanischen Computerleasing. Doch für den 10-Milliarden-Dollar-Riesen Bell Atlantic ist sie eher ein kleiner Fisch.

Greyhound Capital war bis zum Verkauf Mitglied des gleichnamigen Konzerns, der durch seine Reisebusse bekannt ist. Die Busgesellschaft durchfährt seit Anfang der achtziger Jahre die schwerste Krise ihrer Geschichte, denn die scharfe Konkurrenz der inneramerikanischen Billigfluglinien hat zu einem immensen Fahrgastschwund geführt; die "Ammericruisers" kreuzen halbleer durchs Land. Neben einer drastischen Verkleinerung der Fahrzeugflotte und Gehaltskürzungen für die Chauffeure soll der Verkauf von Tochtergesellschaften die Firmengruppe sanieren helfen. Ursprünglich war die Diversifizierung in Richtung Industrie und Computerei als Zukunftssicherung beschlossen worden.

Betroffen von der Übernahme durch Bell sind auch die Auslandsrepräsentanzen der Greyhound Capital Corp., deren Hauptgeschäft das Verleasen und Verkaufen von IBM-Mainframes ist; der kleine Geschäftsbereich Maintenance wird voraussichtlich in die Sorbus-Division integriert. Das Europageschäft trägt nach Angaben der Greyhound Computer Deutschland GmbH etwa zehn Prozent zum Gesamtumsatz bei. Unter anderem unterhält die Gesellschaft eine Filiale in München, mit der sie auf dem deutschen DV-Leasing-Markt noch keinen der vorderen Plätze erobert hat. Schwerpunkt der Aktivitäten ist Großbritannien.