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27.05.2008

Bei IT-Automatisierung hat IBM Nachholbedarf

Auf der Konferenz Pulse 2008 präsentierte der Hersteller eine Reihe von Automatisierungslösungen.

Um den IT-Betrieb den steigenden Anforderungen flexibler Geschäftsmodelle anpassen zu können, sehen sich IT-Manager derzeit nach intelligenten Automatisierungs-Tools um. Analysten wie Forrester und Gartner werten die Automatisierung deshalb auch als eines der heißesten IT-Themen der kommenden Jahre, zumal ein hoher Kosten-Nutzen-Effekt in Aussicht stehe. Die Branche hat in den vergangenen 18 Monaten reagiert: Hewlett-Packard kaufte die auf RZ-Automatisierung spezialisierte Firma Opsware, BMC übernahm Realops und jüngst Bladelogic.

Vergleichsweise ruhig verhält sich dagegen die IBM, die im Jahr 2001 mit ihrer Autonomic-Computing-Initiative für Aufsehen sorgte und lange Zeit selbstheilende Systeme propagierte. "Full Automation" ist auch jetzt noch das Ziel, die Administration müsse zur Kontrolle künftiger Infrastrukturen von mühsamer und zeitraubender Handarbeit entlastet werden: "Eine simple Idee, allerdings gar nicht einfach umzusetzen", gab Steve Mills, Chef der IBM Software Group, auf der Pulse-Konferenz in Orlando zu.

Entsprechend stellten sich die auf der Veranstaltung präsentierten IBM-Produkte auch eher als ein Sammelsurium einzelner Automatisierungslösungen dar, die in ihrer Gesamtheit noch einen hohen Integrationsbedarf haben. Mit Automatisierungsfunktionen angereichert wurden zum Beispiel der Tivoli Service Request Manager und die Tivoli-Asset-Management-Produkte. Der "Tivoli Business Continuity Process Manager" soll Desaster-Recovery-Aktionen automatisieren, ein anderes Produkt ist der "Tivoli System Automation Application Manager" zur Verwaltung von Applikations-Clustern.

So nützlich die Automatisierungsfunktionen der einzelnen Applikationen auch sein mögen, eine Gesamtstrategie, wie sich die Produkte in Richtung Business-Service-Automation (BSA) entwickeln sollen, blieb IBM auf der Pulse schuldig. So ist es zwar möglich, den Austausch eines Servers komfortabel im Asset-Management-Tool zu planen. Mechanismen, mit denen Tivoli Software Distribution automatisiert beauftragt würde, die für den Rechner vorgesehenen Programme und Daten aufzuspielen, fehlen jedoch.

Solche Integrationsaufgaben hat die Konkurrenz allerdings ebenfalls noch vor sich. Doch hier ist BSA das erklärte Ziel. Eine Umgebung also, in der System-Management-Disziplinen ineinandergreifen, weitgehend automatisiert auf Prozessveränderungen reagieren und sich die Funktion der Administration auf planerische und kontrollierende Aufgaben beschränkt. HP ist hier auf einem guten Weg, denn das mit Opsware gekaufte Set an vordefinierten Automatisierungsregeln gibt es in der Form bei IBM noch nicht. (ue)