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10.04.1992 - 

Verhandlungen noch nicht endgültig abgebrochen

Bei Knowledgeware holt sich Softlab fürs erste einen Korb

MÜNCHEN (qua) - Daß die Münchner Softlab GmbH oder vielmehr deren Dreiviertel. Mutter BMW eine CASE-Company in den USA kaufen will, ist kein Geheimnis. Daß Knowledgeware zu den Übernahme-Kandidaten zählt, konnten sich Branchenkenner an den Fingern einer Hand abzählen. Daß der IEW/ADW-Anbieter den Münchnern die kalte Schulter gezeigt haben soll, dürfte hingegen für Erstaunen sorgen.

Wie die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, hat Softlab 350 Millionen Dollar für das US-amerikanische Software-Unternehmen geboten. Ein Softlab-Sprecher bezeichnete diese Summe als "aus der Luft gegriffen", bestätigte allerdings, daß die Münchner Softwareschmiede Übernahmegespräche mit Knowledgeware führe - genauso wie mit wenigstens vier weiteren US-Unternehmen.

Ansonsten, hielten sich die Bayern bedeckt. Gemäß US-amerikanischem Wettbewerbsrecht, so die Begründung, dürfe sich der potentielle Käufer nicht zu einer geplanten Akquisition äußern, solange die Verhandlungen andauerten. Mit dieser Formulierung dementiert Softlab zumindest die von "Computerworld" publizierte Vermutung, die 75prozentige BMW-Tochter habe das Interesse an Knowledgeware verloren.

Der zur internationalen AD/ Cycle-Allianz der IBM gehörende CASE-Anbieter war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil er sich innerhalb weniger Monate von einer der profitabelsten Companies in der gesamten Softwarebranche zu einem Verlustunternehmen entwickelt hatte. Die Knowledgeware-Zentrale verweigerte jegliche Stellungnahme.