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Software-Pakete rechnerisch betrachtet


28.11.1975 - 

Bei Langfristplanung eventuell kaufen

MÜNCHEN - Monatsmieten für Software-Pakete schwanken zwischen 2 und 6 Prozent des Kaufpreises - das ist eine Differenz von 200 Prozent. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß hohe Mietsätze oft nur eine elegantere Form sind um das Interesse am Verkauf und das Desinteresse an der Vermietung zum Ausdruck zu bringen.

Eine Monatsmiete von 2 Prozent bedeutet, daß nach einem Jahr ein Viertel des Kaufpreises bezahlt ist - ein Kauf wird erst im oder nach dem fünften Jahr (je nachdem, wie hoch die Eigenkapitalverzinsung angesetzt wird) rentabel. Anders ausgedrückt: Software, die nach vier oder fünf Jahren nicht mehr aktuell ist, lohnt sich nicht zu kaufen, wenn man sie für 2 bis 2,5 Prozent des Kaufpreises pro Monat mieten kann.

Leasing-Raten 2,5-3,5 Prozent

Wer vom anderen Extrem, 6 Prozent pro Monat als Miete, ausgeht, hat nach dem ersten Jahr schon Dreiviertel des Kaufpreises in Form von Miete bezahlt - der Kauf würde sieh also schon am Ende des zweiten Jahres gelohnt haben.

Sobald die Monatsmiete über 2,5 bis 3 Prozent vom Kaufpreis hinausgeht lohnt sieh zusätzlich der Vergleich mit Leasing-Konditionen. Leasing-Raten liegen bei mehrjährigen Verträgen im Bereich zwischen 2,5 und 3,5 Prozent pro Monat.

Entscheidend ist die Beurteilung der "Lebensdauer" dieser immateriellen Güter: eine heute gekaufte kann morgen durch eine Hardware-Umstellung überflüssig werden - der Softwarekauf muß sich also innerhalb der Hardware-Lebensdauer amortisieren, wenn nicht sicher ist, daß das Paket auch nach einer Hardwareumstellung weiterverwendbar ist. Auch wenn die Programme mehr oder weniger Hardware-unabhängig sind und so gewartet werden, daß sie sich den Fortschritten - etwa bei Betriebssystemen - anpassen, ist die Frage nach der Lebensdauer noch nicht voll beantwortet: nur an Hand eines Mehrjahresplanes für die betrieblichen DV-Anwendungen kann abgeschätzt werden, ob heute gekaufte Software so lange benötigt wird, daß sich nicht nur der Kaufpreis amortisiert, sondern auch noch ein Vorteil gegenüber der Miete herausspringt.

Erst billig, um zu sparen

Es kann vorteilhafter sein, ein aufwendigeres Paket zu mieten als zunächst ein billigeres zu kaufen. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: (...) nächst für einfache Anwendungen ein billiges Paket kaufen und später ein komfortables Paket mieten , das einfache TP-Steuersystem TCSS von IBM kostet beispielsweise 12mal 600 Mark pro Monat Kaufmiete, das größere CICS über 1100 Mark Monatslizenz. Wer durch TCSS-Anwendung den CICS-Einsatz ein Jahr hinausschiebt, hat schon ein paar Tausender gespart.

Die Softwarehäuser kennen diese Situation natürlich: deswegen gibt es vielfach nennenswerte Nachlässe bei Mehrjahres-Mietverträgen oder nach dem dritten Miet-Jahr. -py