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27.10.2000 - 

Statt Gewinn wird ein Verlust erwartet

Bei NSE Software dreht sich das Personalkarussel

MÜNCHEN (CW) - Die Münchner NSE Software AG steckt in der Krise. Nicht nur die ständigen Wechsel innerhalb der Führungsetage belasten das Unternehmen. Wie jetzt bekannt wurde, verzögert sich zudem die Bekanntgabe der Prognosen für das Geschäftsjahr 2000 auf November.

NSE hatte Anfang September zum wiederholten Mal seine Umsatz- und Ergebnisprognosen nach unten korrigieren müssen. Anstelle des angekündigten positiven Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 12,2 Millionen Euro werde das Unternehmen wahrscheinlich einen operativen Verlust ausweisen, hieß es. Der Aktienkurs des seit Mai 1999 am Neuen Markt notierten Unternehmens bröckelt indes weiter ab. Mit rund sechs Euro hat er sich weit von seinem Jahreshöchststand von 33 Euro entfernt.

Mit einem neuen Vorstand will das auf Software für die Finanzbranche spezialisierte Unternehmen nun das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Im Dezember vergangenen Jahres war unter anderem Manfred Nerb als Vorstandschef zurückgetreten, ihm folgte sein Bruder Friedrich. Danach wurde der dritte Bruder, Konrad Nerb, als Aufsichtsratschef abgelöst und erst im Oktober hatte Seppo Ratannen nach nur wenigen Monaten im Amt seinen Vorstandsposten niedergelegt. Jetzt hat auch Friedrich Nerb das Handtuch geschmissen.

Mitte des Jahres wurden indes bereits Dirk Oevermann, zuletzt bei Siemens Business Services, und Petr Vaclavek, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Architektur, in den Vorstand berufen. Gemeinsam mit dem Finanzvorstand Peter Päselt will das Gremium nun grundlegende Umstrukturierungen in Angriff nehmen. Neue Produkte sollen schneller entwickelt und der Schwerpunkt auf Lösungen für das Kundenmanagement gelegt werden.