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28.10.1983 - 

Kassiererinnen zu ungeduldig:

Bei POS mit Scanner noch Kinderkrankheiten

WIEN (CW) - Der Einsatz von Datenkassen mit Scanner könne, im Vergleich zu herkömmlichen Registriermethoden, die Kundenabfertigung kaum beschleunigen. Das behauptete jedenfalls Erich F. Ketzler, unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Selbstbedienung und Warenwirtschaft.

Ketzler ist selbst Direktor eines Wiener Universitätsinstitutes. Und die, vor denen er sprach, waren kompetente Teilnehmer an einem Symposium des österreichweiten Handelsverbandes.

Quintessenz seiner Scanner-Kritik: Bisher konnte noch niemand eine exakte Kosten-Nutzen-Analyse hinsichtlich des EAN-Strichcode-Systems erstellen. Auch seien die Anschaffungskosten (pro Kassenplatz) noch immer sehr hoch. Außerdem erfordert die Installation eine vielfältige innerbetriebliche Organisationsumstellung.

Fehlerquellen, die noch als Kinderkrankheiten bezeichnet werden können: Nicht-Lesen des Symbols durch den Scanner, was auf falsche Artikelnummern, fehlerhafte Codierung, schlechte Plazierung der Balken und Zwischenräume, sowie auf mangelhafte Farbkontraste und Druckqualität zurückzuführen ist.

Schuld an diesem Dilemma haben sowohl die Warenproduzenten (als Auftraggeber), als auch die ausführenden Verpackungsdruckereien. Andererseits zeigte Ketzler einige weitere Probleme auf, die eindeutig zu Lasten der Händler selbst gehen. Nämlich vergammelte, beschädigte oder abgerissene Etiketten, die praktisch jedem Scanner fast unüberwindliche Leseschwierigkeiten bereiten müssen.

Den Kassiererinnen hielt der Wissenschaftler vor, daß sie bei bei einer Leseverweigerung des Scanners viel zu früh resignieren und den Code mit der Hand eintippen.

Alles in allem, so meinte Doktor Ketzler, ergibt sich daraus die groteske Situation, daß zwar viele Produzenten bereits ihre Waren mit dem EAN-Symbol auszeichnen, aber nur wenige Wiederverkäufer eine Scanner-Installation besitzen.