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22.03.1991 - 

Wettbewerb in Westeuropa verschärft sich zunehmend

Bei professionellen Diensten mischen zahlreiche Anbieter mit

LONDON (CW) - Die professionellen Dienste sind weiter auf dem Vormarsch. 1995 werden DV-Anwender in Westeuropa rund 46 Milliarden Dollar für Computer-Dienstleistungen ausgeben. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent, ermittelte das internationale Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für Software & Services Input.

In ihrer Studie "Der westeuropäische Markt für professionelle Dienste 1990 bis 1995", die bei Input-Deutschland, Langgöns-Niederkleen erhältlich ist, stellten die Input-Analysten fest, daß sich viele Anbieter diesen Kuchen teilen. So besitzte Marktführer IBM hier auch nur einen Marktanteil von fünf Prozent. Trotz Übernahmen und Partnerschaften werden aber nur wenige Unternehmen europaweit in Erscheinung treten können, wobei die meisten von ihnen aus den USA oder aus Frankreich kommen. Darüber hinaus wird das kontinuierliche Wachstum zusätzliche Anbieter anlocken, die den Wettbewerb weiter verschärfen.

Strategien, dieser Herausforderung zu begegnen, sind nach Ansicht von Input die frühzeitige Ausnutzung neuer Softwaretechnologien, -standards und -prozeduren zur Erhöhung der Produktivität, die Ausweitung bestehender Dienstleistungen zur Verbesserung der Umsätze sowie neue Dienstleistungsangebote, um verbesserten Zugang zu den Entscheidungsträgern zu bekommen und so neue Kunden zu gewinnen.

Ganz unterschiedlicher Herkunft sind die Anbieter professioneller Dienste. Ursprünglich waren Dienstleister Unternehmen, die sich auf Softwarelösungen für Marktnischen spezialisiert hatten.

Mittlerweile, so die Input-Analysten, handelt es sich bei den Anbietern entweder um Beratungsunternehmen, die den steigenden Bedarf an Informationssystemberatung verbunden mit direkter Geschäftsunterstützung decken, oder aber um Hardwarehersteller, die verlorene Hardwareprofite mit dem Dienstleistungsgeschäft gutmachen wollen.

Zwei Faktoren werden den Markt künftig entscheidend beeinflussen: Zum einen wird sich das Bewußtsein der Entscheidungsträger in den Unternehmen dahingehend verändern, daß sie die enge Verbindung zwischen IS- und Geschäftsstrategien als überlegensnotwendig ansehen. Die Dienstleister, die fähig sind, diese Lücke zu schließen, werden laut Input einen entscheidenden Vorteil bei der Vergabe der Aufträge haben.

Zum anderen tendieren viele Unternehmen dahin, Dienstleistungen nach außen zu verlagern, die bislang von eigenen Mitarbeitern erfüllt wurden, oder deren Komplexität und Schwierigkeit das eigene Personal zunehmend überfordert.

Diese Wende zum Outsourcing folgt der Einsicht in den Chefetagen, daß es effektiver ist, sich auf die eigentlichen Geschäftsziele zu konzentrieren, anstatt sich zum Experten für Computersysteme zu entwickeln. Die Input-Analysten sehen in diesem Bereich ein enormes Wachstumspotential. Zudem werde er den Dienstleistern ein weiteres Geschäftsfeld eröffnen.

Bei den Leistungen, die die Dienstleistungsgesellschaften anbieten, prognostizieren die Input-Marktforscher der initialen Beratung, die dem Kunden bei der Wahl der Optionen helfen, sollen, und dem Training von Managern, und Anwerdern, die notwendig für den Erfolg eines bestimmten Projektes sind. Beide Gebiete werden in den kommenden fünf Jahren mit einem Wachstum von 22 Prozent jährlich überdurchschnittlich zulegen.