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28.03.1978 - 

Anwenderbericht Reiner-Spedition KG, Nürnberg:

"Bei täglich 1000 Sendungen war der Rechner zu"

NÜRNBERG - Mit ihrem Plattensystem Nixdorf 880/55 waren die Datenverarbeiter der Reiner-Spedition KG, Nürnberg, Anfang 1977 an der Kapazitätsgrenze angelangt. "Außerdem entsprach die eingesetzte Software nicht mehr unseren Anforderungen", so Prokurist Gerd Nüssler. Die DV-Verantwortlichen des 500-Mitarbeiter-Unternehmens entschieden sich daraufhin für den Austausch der 880/55 gegen ein leistungsfähigeres System und nahmen Kontakte mit Univac, IBM, NCR und Nixdorf auf. Am Ende blieben die Reiner-Spediteure den Paderbornern treu: Sie orderten ein System Nixdorf 8870.

Die Nürnberger Speditionsfirma, die in der Bundesrepublik insgesamt zehn Filialen unterhält, kann bereits auf eine zehnjährige EDV-Erfahrung zurückblicken. "Angefangen hat's 1968 mit der Logatronic, einer Lochkarten-Maschine von Nixdorf", berichtet Gerd Nüssler. Nach fünf Logatronic-Jahren stieg die Reiner-Crew 1973 auf ein Magnetplattensystem Nixdorf 880/55 um.

Bis 1977 stieg die Anzahl der täglich zu verarbeitenden Sendungen auf über 2000, was nach Nüsslers Worten bald zu einem prekären DV-Engpaß führte: "Die Anlage war praktisch zu". Dadurch war es den Nürnberger Speditions-Software - wie ursprünglich beabsichtigt - zu erweitern; etwa um ein Modul für die automatische Kilometerabrechnung.

Die DV-Planer der Spedition sahen sich daraufhin nach einem moderneren, leistungsstärkeren Rechnersystem um, wobei sie spezielles Interesse an Angebot von IBM, Nixdorf, Univac und NCR zeigten. Daß die Paderborner schließlich mit einer 8870/6 (Modell F) das Rennen machten, begründet Nüsslers mit dem besseren Preis-/Leistungsverhältnis und den bis dahin guten Erfahrungen mit dem Nixdorf-Kundendienst.

Ende Dezember 77 wurde dann die geleaste neue Anlage - mit einer 164 KB-CPU, sechs Bildschirmen, 2x60 MB-Plattenspeicher und einem Schnelldrucker im Hause Reiner installiert. Seit Januar 78 läuft die Testphase für das von der Firma Softplan, Nürnberg, erstellte Speditions-Programm "Spedis" (mit den Modulen Sammelgutausgang, -eingang und Fernverkehr) und das Nixdorf-Standardbuchhaltungsprogramm "Pompass". "Bisher läuft alles prima", freut sich Gerd Nüssler. Im Mai, so hofft der Prokurist, kann dann endlich die Umstellung von der 880/55 auf die 8870 erfolgen. Lohn- und Gehaltsabrechnung soll allerdings zunächst noch auf der alten Anlage weiterlaufen. "Wir wollen nicht gleich alles auf einmal übernehmen", argumentiert Nüssler.