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16.11.1984 - 

Rückläufiger Gewinne beim Mikroabsatz führt zu Geschäftsaufgaben

Bei US-Händlern lichten sich die Reihen

NEWYORK (VWD) - Um mehr als 50 Prozent wird der Absatz von Mikrocomputern in den USA dieses Jahr zunehmen. Der Einzelhandel hat jedoch Schwierigkeiten, überhaupt noch Gewinn zu machen. Gründe sind die rückläufigen Verkaufspreise und die "Fast"-Überversorgung des Marktes.

Bei den kleineren Einzelhändlern, vor allem bei denen die nicht IBM-oder Apple-Erzeugnisse im Angebot haben, kommt es bereits zu Geschäftsaufgaben. Aber auch die größeren Häuser fahren nur geringe Gewinne ein.

Für viele Einzelhändler setzten die Probleme im vergangenen Frühjahr ein, als IBM die Bestellungen seiner Kunden befriedigen konnte. Gleichzeitig verlangsamte sich jedoch der Mikro-Absatz und die Bestände beim Einzelhandel nahmen zu.

Im Juni reduzierte IBM die Preise um bis zu 23 Prozent und gestand dem Einzelhandel nach Auskunft mehrerer Händler für eine entsprechende Anpassung der Preise nur eine rückwirkende Frist von 45 Tagen anstatt der üblichen 60 Tage zu. Viele Ketten standen daraufhin mit Vollen Lagern teuer eingekauft er Mikros da, die sie nun mit Abschlägen verkauften mußten. Eine Stellungnahme von IBM war dazu nicht erhältlich.

Verkäufer von Apple-Produkten hatten andere Probleme. Das Unternehmen kam mit der Produktion von Software und Peripheriegeräten für die Macintosh- und Apple-IIc-Rechner nicht nach, was den Absatz der Rechner am Anfang recht schwierig gestaltete. Auch nachdem das Zubehör erhältlich war, mußten einige Einzelhändler noch Rabatte einräumen, so daß die Preise für den Macintosh im Laufe dieses Sommers von 1995 auf 1495 Dollar gedrückt wurden.

Anders als bei den im vergangenen Jahr zu beobachteten Preiskriegen im Markt für billigere Home-Computer sind die jetzigen Preisabschläge nicht nur das Ergebnis eines Kampfes um Marktanteile durch Massenvertrieb. Diesmal sind es nach Ansicht von Marktbeobachtern die kleineren Mikro-Hersteller und Einzelhändler mit zu großen Beständen und zu geringen Barmitteln, die die Preise drücken.

Radio-Shack President Bernard Appel rechnet für die kommenden drei bis vier Monate mit einem sehr engen Markt. Das Absatzvolumen sei trotz sinkender Preise nicht gestiegen. Tandy will jetzt neue Billig-Produkte auf den Markt bringen, um so wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nach einem äußerst schlechten Sommerumsatz hoffen die Unternehmen nun das Weihnachtsgeschäft um wieder Gewinne verwirtschaften zu können.