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16.10.1998 - 

Thema der Woche TK-Manager verlieren Verfügbarkeit nicht aus den Augen

Beim Carrier-Wechsel zählt nicht nur der Billige Jakob

Der vor der Liberalisierung am 1. Januar 1998 oft beschworene Preiskampf ist eingetreten. Die neuen Anbieter am deutschen TK-Markt versuchen sich in erster Linie durch preiswertere Tarifangebote vom Ex-Monopolisten Deutsche Telekom AG abzuheben. Diese Strategie scheint zumindest teilweise aufzugehen. In der Befragung stufte nämlich das Gros der befragten Unternehmen den Preis als wichtigstes Wechselkriterium ein.

Trotzdem sind günstige Tarife für viele Unternehmen noch kein ausreichendes Lockmittel, um der Telekom den Rücken zu kehren. Immerhin hielten 80 Prozent der 518 untersuchten Betriebe dem Bonner Carrier bisher die Treue - rund ein Viertel davon schließt in naher Zukunft einen Wechsel jedoch nicht aus.

Interessant ist im Zusammenhang mit dem Preis die Bewertung der Rabattierung. Nach Gesprächsvolumen gestaffelte Preisnachlässe nehmen unter den Migrationsgründen nur einen Mittelplatz ein. Insbesondere größere Unternehmen messen diesem Kriterium Bedeutung bei, weil sie hoffen, mit einer solchen Regelung Geld zu sparen.

Kosteneinsparung ja, aber keinesfalls um den Preis der Sicherheit, lautet dabei die Prämisse der TK-Verantwortlichen. Aspekte wie Ausfallsicherheit, Erreichbarkeit, Reaktionszeit sowie Kompetenz, die unter den Stichworten Verfügbarkeit und Vertrauen verbucht werden können, stehen auf der Checkliste ebenfalls ganz oben.

Gut im Trend behauptet sich der Wechselfaktor Vertragsdauer. Hierauf legt rund die Hälfte aller Unternehmen in allen Größenordnungen überdurchschnittlich Wert. Ziel ist, durch eine kurze Vertragsdauer flexibel auf das Marktangebot reagieren zu können.

Insgesamt achtet die Mehrheit der deutschen TK-Manager bei der Auswahl des Anbieters auf ein gutes Basisangebot. Mehrwertdienste wie die Integration von Sprache und Daten sowie des Mobilfunks mit dem Festnetz sind noch zu sehr Zukunftsmusik. Auch der Wunsch, alle Dienste aus einer Hand zu beziehen, wird nicht übermäßig betont. Schlußlicht ist das Kriterium, die TK-Anlage von einem Provider betreiben zu lassen. Hier gilt klar der Grundsatz: Selbst ist die Firma, Outsourcing kein Thema.